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Koehler hat den größten Zylinder


"Mit der Ankunft des Zylinders ist ein wichtiger Schritt hin zu unserer neuen Papiermaschine getan", sagt Dr. Stefan Karrer, technischer Vorstand der Koehler Paper Group. Der 200 Tonnen schwere Stahlzylinder bildet das Herzstück der neuen Papiermaschine, die Koehler am Standort in Kehl am Rhein derzeit baut. Er ist mit 7,31 Metern Durchmesser weltweit der größte Glättzylinder seiner Art.


Baden-Württembergische Unternehmen arbeiten zusammen

Der Zylinder hat bereits eine weite Reise hinter sich gebracht. Obwohl der Hersteller Voith den Hauptsitz in Heidenheim hat, wurde der Zylinder in Brasilien gefertigt und von dort über den Hafen Santos per Schiff nach Kehl transportiert. Hier warteten bereits zwei Krane von 500 und 700 Tonnen der MSG Krandienst GmbH aus Kehl.

Für MSG-Verhältnisse sind das noch zwei "handliche" Krane, die ohne größeren Aufwand aufzubauen sind. Trotzdem waren allein von MSG neun Mitarbeiter vor Ort und noch einmal drei der Transportfirma Gutmann. Die Gutmann-Mitarbeiter waren es auch, die den Zylinder die kurze Strecke vom Hafen auf Koehlers Werksgelände brachte. Wenn der Zylinder Ende April eingesetzt wird, liefern allein 60 LKW die Bauteile des Krans an. Die Hülle der Werkshalle wird dann noch einmal geöffnet werden.

Die gute Zusammenarbeit der drei Baden-Württembergischen Unternehmen wurde abgerundet durch die Leistung der Transportfirma LS Cargo, die den Zylinder von Brasilien nach Kehl transportierte. Dank des ausgezeichneten Informationsflusses zwischen den beteiligten Unternehmen verlief der Transport reibungslos.

Ziel ist die Entwicklung von nachhaltigen Lösungen für den Verpackungsmarkt

Koehler wird den Zylinder nutzen, um Papier für flexible Verpackungen zu produzieren. Neben der Papiermaschine baut Koehler auch eine neue Streichmaschine. Hier bekommt das Papier eine spezielle Oberfläche, die in Zukunft auch Barriere-Eigenschaften für Aroma, Sauerstoff, Wasserdampf oder Öle und Fette aufweisen wird. So wird es möglich sein, Kunststoff bei verschiedenen Anwendungen im Verpackungsbereich durch leicht recyclebares Papier zu ersetzen.

"Wir als Unternehmen werden einen Beitrag dazu leisten, das Müllproblem zu reduzieren und nachhaltige Lösungen zu entwickeln", sagt Dr. Karrer. Bereits jetzt arbeitet Koehler zusammen mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft an weiterführenden Lösungen. Hervorzuheben ist hier die Green Coating Collaboration, ein Gemeinschaftslabor von Koehler und der TU Darmstadt.

sbr / 19.03.2019