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Branchen-News

13. Juli 2010

Digitaldrucklösung für Microsoft

Als Microsoft Ende 2008 für die Markteinführung seines neuen Betriebssystems Windows 7 einen Faltschachtelhersteller suchte, sah der irische Digitaldruckspezialist Mediaware Digital Ltd seine Geschäftschance gekommen und nahm die Herausforderung an. Mediaware schlug einen neuen Workflow auf der Basis von Gallop vor, einer Digitaldruck-Verpackungslinie, die von Stora Enso und Xerox gemeinsam entwickelt wurde.


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Mediaware beliefert Microsoft mit Faltschachtelkartons für Windows 7, die aus der Stora Enso-Kartonsorte Ensocoat hergestellt werden.

Microsoft wollte eine Lösung, die die Lieferkette beschleunigt, kleine Auflagen für viele unterschiedliche Länder abwickelt und die Gesamtkosten der Verpackungen mit ihren zahlreichen Sprachversionen reduziert. Mediaware-Chairman Simon Healy und sein Team in Dublin erkannten die Vorzüge der Digitaltechnologie und entwickelten in enger Zusammenarbeit mit Xerox einen neuen digitalen Workflow für Microsoft.
 
Die Prozessabläufe auf der Basis von Gallop ermöglichen kleinere Auflagen, weniger Abfall, geringere Lagerhaltung, kürzere Vorlaufzeiten und sicherere Druckresultate. Mediaware druckt auf jede Verpackung einen individuellen Code und macht es dadurch möglich, den Weg der einzelnen Verpackung weltweit zu verfolgen. Die Gesamtlösung bedruckt pro Auftrag eine genau festgelegte Anzahl von Verpackungen. Das beugt der Gefahr vor, dass sich Fälscher Zugang zu authentischen Verpackungen verschaffen.
 
"Wir erkannten auch schon früh die Nachhaltigkeit dieses Prozesses", erklärt Simon Healy. Zu den ökologischen Vorzügen des Digitaldrucks bei der Faltschachtelherstellung gehören ein geringerer Druckfarbenverbrauch und weniger Einrichtemakulatur und Stanzabfälle. "Wir haben festgestellt, dass durch die Digitaltechnologie überschüssige Lagerbestände und Druckplattenherstellung entfallen. Das spart Raum und Geld und schont die Umwelt."
 
Anspruchsvolle Spezifikationen
 
Heute beliefert Mediaware Microsoft mit Faltschachtelkartons in zwei Größen. Hergestellt werden sie aus der Stora Enso-Kartonsorte Ensocoat mit einem Flächengewicht von 330 g/m², die kürzlich erst in ihrem optischen Erscheinungsbild verbessert wurde. Microsoft stellte hohe Anforderungen. Es ging darum, in ständigem Fluss kleine Auflagen von farbsatten Hochglanzfaltschachteln in Dutzenden von Sprachen zu bedrucken. Die Produktion musste rechtzeitig vor der Markteinführung von Windows 7 im Oktober 2009 beginnen und Microsofts Ansprüche erfüllen, was Preis, Qualität, Umweltauswirkungen, Sicherheit und die Integration in Microsofts Arbeitsabläufe betraf.
 
Nach der Bedruckung auf der Xerox iGen-Digitaldruckanlage wird das Kartonmaterial online mit einer wasserbasierten Hochglanzbeschichtung versehen, die Umweltfreundlichkeit und stilvolles Aussehen miteinander verbindet. Die Auflagen variieren zwischen 5 und 2 500 Stück. Der Gesamtausstoß der Anlage, der auch auf andere Kunden als Microsoft entfällt, liegt derzeit bei 10 000-15 000 Verpackungen pro Tag.
 
Schlanke Produktion on-demand
 
Die Prozessabläufe bei Mediaware sind so durchautomatisiert, dass die Verpackungen erst dann von Menschenhand berührt werden, wenn sie zur Faltklebemaschine kommen. Dort werden sie nach Kartongröße in zwei Reihen sortiert, damit die Einstellungen der Faltklebemaschine möglichst selten geändert werden müssen. Die Bestellungen erfolgen nicht auf dem Papierweg, und ein Kundendienst auf Auftragsebene ist nicht erforderlich. "Von der Auftragserteilung per E-Mail bis zum Abschluss des Stanzvorgangs brauchen wir weniger als 45 Sekunden", sagt Simon Healy.
 
"Der Einsatz on-demand digitalbedruckter Verpackungen entspricht nicht nur den derzeitigen Bemühungen um Kostensenkung und schlanke Produktion, sondern schafft auch neue Möglichkeiten für mehr Personalisierung und gezieltes Marketing, zum Beispiel bei Verpackungen für Einzelhandelsketten oder Saisonprodukte", erklärt Pekka Tommola, Director, Stora Enso Digital Solutions. Die Möglichkeit, zur Beschichtung wasserbasierte Rezepturen zu verwenden, kommt Unternehmen zugute, die für die Verpackung von Lebensmitteln und Medikamenten eine Zulassung der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) benötigen. Gallop ist also auch für Schokoladen- oder Pharmaverpackungen anwendbar.
 
Die Gallop-Linie besteht aus einer Xerox iGen-Digitaldruckanlage, einer Epic-Beschichtungsanlage, einem von Stora Enso gebauten einzigartigen Pufferstapler und einer speziell konstruierten Stanzmaschine DC 58. Die Stanzmaschine arbeitet bis zu zweimal so schnell wie die iGen4. Deshalb kann sie neben dem Stanzen auch noch die Heißfolienprägung erledigen und dennoch mit der Druckanlage mithalten. Der Pufferstapler verbindet die Druck- und Beschichtungsanlage mit der Stanzmaschine und ermöglicht eine Fortsetzung der Druckprozesse auch dann, wenn die Stanzmaschine nicht in Betrieb ist.

(tz)  

www.storaenso.com


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