Logo

Suche


Branchen-News

29. November 2008

Laserline engagiert sich für neue Bürgerplattform

Die Potenziale des Berliner Stadtteils Wedding gehen oft vollkommen unter. Deshalb haben sich nun mehr als 40 deutsche, türkische, arabische, afrikanische und russische Gruppierungen zusammengeschlossen und die Bürgerplattform Wedding/ Moabit gegründet. Neben Firmen wie Bayer/ Schering, Dussmann und ansässigen Wohnungsgesellschaften engagiert sich auch das Druckunternehmen Laserline in dem Netzwerk.


"Wir sind da" lautet der Slogan der Bürgerplattform – der auch für Laserline gilt, wie für kaum ein anderes Unternehmen im Wedding. Firmengründer Tomislav Bucec kam als Achtjähriger aus Zagreb nach Berlin und lebte im Wedding. Er besuchte dort erst die Grundschule, dann das Gymnasium und griff zu, als er später für sein Unternehmen Räume auf dem alten AEG-Gelände (ebenfalls im Wedding) fand. Auch als Laserline expandierte, blieb er dem Stadtteil treu: Der Neubau der Druckerei liegt auf einem ehemaligen Brachgelände in der Scheringstraße.

"Laserline gehört zum Wedding, denn wir sind ein ur-Weddinger Unternehmen", sagt Bucec. Das ist auch ein Grund, warum sich die Firma in dem neu gegründeten Netzwerk engagiert. Bucecs Werdegang könne zudem auch beispielhaft für die jüngere Generation sein, meint Laserline- Prokurist Christian Luther, der ebenfalls aus dem Wedding stammt und bis heute dort lebt: "Tomislav Bucec ist ein Paradebeispiel dafür, dass auch Unternehmer mit Migrationshintergrund auf dem deutschen Markt Erfolg haben können."

Laserline sieht sein Engagement in der Bürgerplattform als große Chance der Vernetzung von Gruppierungen mit ganz unterschiedlichen Wurzeln. "Wir selbst haben ein großes Interesse an einer guten Unternehmensumgebung", sagt Luther. "Die Firma soll nicht isoliert auf der grünen Wiese stehen, sondern wir wollen Teil des Ganzen sein." Gemeinsam wollen sich die Gruppen, Firmen und Institutionen Gehör verschaffen und den Kiez verändern – mehr als jeder einzelne allein es könnte. Das ist die Grundidee der Bürgerplattform.

Über tausend Menschen kamen am vergangenen Dienstag zur Gründungsveranstaltung der Bürgerplattform Wedding/Moabit – mit unterschiedlichen sozialen, kulturellen und religiösen Hintergründen. Von ihrem bürgerschaftlichen Engagement versprechen sich die Initiativen, zusammen schlagkräftiger zu sein. Das gemeinsame Forum soll als Türöffner bei Politik, Institutionen und Behörden dienen.

Für die Bürgerplattform gibt es bereits erfolgreiche Vorbilder aus dem englischsprachigen Raum. In den USA haben sich viele Kommunen über solche Zusammenschlüsse organisiert, und auch in London wird die Zusammenarbeit im Netzwerk seit Jahren praktiziert. Auch in Berlin-Schöneweide wird bereits seit einigen Jahren intensives Networking zwischen Firmen, Vereinen und Gruppen unterschiedlichster Interessen erfolgreich betrieben. "Community Organizing" heißt diese Art des Zusammenschlusses deshalb auch und wird in Berlin vom gleichnamigen Institut der Katholischen Hochschule für Sozialwesen begleitet.

(tz)  

www.laser-line.de


unsere Partner:



8-9/2010: Der neue Druckspiegel

  • Mewa, eine "Marke des Jahrhunderts"
  • Schutz vor finanziellen Brandfolgen
  • Verpackungsdruck im "Brilliant"- Supplement

(lesen Sie hier weiter...)