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Mailings müssen Werbeblocker nicht fürchten


Auch im Zeitalter von Internet und eCommerce muss die klassische Werbehülle keineswegs um ihre Zukunft bangen. Während das Briefvolumen in Europa insgesamt deutliche Rückgänge hinnehmen musste, konnte der Werbebrief im Bereich des Dialogmarketing seine Stellung gut behaupten. Adressierte Werbung macht inzwischen mehr als 37% des gesamten Briefvolumens aus -Tendenz steigend.


Da die Verbraucher zunehmend Internet-Werbung ablehnen, eröffnen sich zusätzliche Chancen für Direct-Mail, die jetzt verstärkt auch von Unternehmen im eCommerce genutzt werden.

Im Rahmen einer jüngst veröffentlichten empirischen Studie von IPC (internationale Post Corporation) wurden in mehreren Ländern mehr als  3.000 Konsumenten befragt, um ihre Einstellung zu Werbe-Post und Internet-Werbung zu ergründen. Eine Mehrheit der Befragten gab an, mindestens einmal pro Woche Werbe-Post zu erhalten. Interessant ist dabei, dass zwischen 75 und 80% der Befragten mindestens einmal am Tag ihren Briefkasten überprüfen. Damit wird bereits deutlich, dass Direct-Mail ein überaus erfolgsversprechender Werbekanal bleibt und von der übergroßen Zahl von Verbrauchern unmittelbar wahrgenommen wird.

Ganz anders hingegen wurde von den Befragten die Internet-Werbung beurteilt. Von immer mehr Verbrauchern wird mittels sog. Ad-Blocker der Zugang von Online-Werbung verhindert. Ein digitaler Ad-Blocker wird heute bereits von 38% der Deutschen eingeschaltet. 31% sind es in den USA und in Japan  25%, zudem plant ein weiterer großer Anteil der Befragten in naher Zukunft noch einen digitalen Ad-Blocker zu installieren – hier drückt sich die zunehmende Frustration der Verbraucher mit dem Internet als Werbe-Kanal aus.

Ein weiteres Ergebnis der Studie sind positive Wirkungen von Print-Werbung auf den weltweit stark wachsenden Online-Handel. Nachweislich kann man dem Wachstum im eCommerce mit guter Print-Werbung weitere Impulse verleihen. Dabei spielen beigefügte Gutscheine und Rabattcodes für Online-Bestellungen eine besonders wichtige Rolle. In allen untersuchten Ländern suchen die Konsumenten gezielt nach Gutscheinen oder Rabatten, bevor sie online einkaufen.

Aber auch die Gestaltung der Werbehülle hat maßgeblichen Einfluss auf den Erfolg einer Kampagne. Hier sind natürlich in erster Linie die Kreativabteilungen und die Hersteller von Mailing-Hüllen gefragt.

Die Briefumschlagindustrie bietet heute in der Tat eine Vielzahl von gestalterischen Möglichkeiten, die exakt auf das jeweilige Kampagnenziel des Werbetreibenden abgestimmt sind. Diese reichen von "Kreativhüllen", deren Silhouette dem beworbenen Produkt nachempfunden sind (siehe Abb.), über Werbehüllen, die beim Öffnen einen  verkaufsfördernden Duft verströmen bis hin zum "umgekehrten Kuvert" einem neuen in der DIN CEN/TS 17217 beschriebenen Werbehülle, bei der die komplette Vorderseite des Kuverts als Werbefläche zur Verfügung steht. Adressfeld und Frankierung sind hingegen auf der bisher meist ungenutzten Rückseite der Hülle zu finden.

Eine Vielzahl weiterer Varianten von Werbehüllen werden am 7. und 8. Mai im Rahmen der Print & Digital Convenbtion in Düsseldorf gezeigt. Auf diesem Branchentreffen des Dialogmarketings werden neben verschiedene Hersteller von Werbehüllen auch die Branchenverbände FEPE und VDBF vertreten sein.

sbr / 03/27/2019