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Druckerei Fink meldet Insolvenz an15.02.2012
Die Merklinger Druckerei Fink hat beim Ulmer Amtsgericht Antrag auf Insolvenz gestellt. Das berichtet die Schwäbische Zeitung in ihrer Online-Ausgabe. Trotz beantragter Insolvenz soll die Arbeit in dem Familienunternehmen vorerst weitergehen. Rechtsanwalt Dr. Günther Weiß wurde zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.
"Die Buchhaltung des Unternehmens ist nicht auf dem optimalen Stand", sagte Weiß gegenüber der SZ. Der Jurist besuchte das Unternehmen noch am gleichen Tag vor Ort. Zum jetzigen Zeitpunkt könne er aber nicht sagen, wie hoch die offenen Rechnungen sind, die die Merklinger Druckerei nicht mehr bezahlen kann. "Es gibt einige Gläubiger aus der Region." Einen genauen Überblick müsse er sich nun in den nächsten Tagen verschaffen.
Auffanggesellschaft geplant
Der Rechtsanwalt strebt an, die Druckerei M. Fink GmbH & Co. KG in dieser Form als Kommanditgesellschaft nicht weiter bestehen zu lassen. Geplant ist stattdessen eine Auffanggesellschaft. Einige Interessenten hätten sich das Gebäude der Druckerei am Siedlungsweg 2 bereits angeschaut. Der Auffanggesellschaft soll auch ein Mitglied der Familie Fink angehören. Ob es sich um den bisherigen Geschäftsführer Martin Fink handelt, ist allerdings noch unklar. Er muss seit der Insolvenz jeden Schritt mit dem Insolvenzverwalter abstimmen.
Wie es für die 20 Mitarbeiter – davon ist die Hälfte geringfügig beschäftigt – weitergeht, hänge zunächst von der Agentur für Arbeit ab. "Ich bemühe mich bei ihr um einen Vorschuss des Insolvenzgeldes", sagte der Jurist. Laut Günther Weiß dürften die für diese Woche geplanten Ausgaben der Amtsblätter von Merklingen und Laichingen, die vom Unternehmen Fink gedruckt werden, erscheinen. Auch dem Druck in der kommenden Woche stehe nichts im Wege.
Das 1948 gegründete Familienunternehmen druckt seit Anfang 2010 das Mitteilungsblatt Merklingen und seit Mai 2009 die Laichinger Nachrichten als gemeindliches Amtsblatt. Laichingens Bürgermeister Werner deutete an, dass die Stadt Laichingen und die Druckerei Fink getrennte Wege gehen werden – und zwar unabhängig von der Insolvenz.


