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(29.07.2020 / sbr)

Ein Träger fürs Innovationsnetzwerk

Mit der Gründung des Vereins „GRAVOmer“ Mitte Juli in Leipzig schafft das mitteldeutsche Bündnis GRAVOmer die Voraussetzungen zur dauerhaften Etablierung des Netzwerks, das aktuell vom Bundesforschungsministerium finanziert wird. GRAVOmer versteht sich als Kompetenznetz für die Herstellung und Nutzung mikrostrukturierter Oberflächen.

Das unternehmensgetriebene Netzwerk führt Technologiegeber, Materialhersteller und Anwender dieser Querschnittstechnologien zum Know-how-Austausch und zu Kooperationen zusammen. „Der Verein wird diese Aktivitäten gestalten, koordinieren und finanzieren“, erläutert Jörg Günther, Geschäftsführer der Sächsischen Walzengravur GmbH, der zum ersten Vorsitzenden des Vereins gewählt wurde.

Zu den Gründungsmitgliedern des Vereins gehören neben der Sächsischen Walzengravur unter anderem das Leibniz-Institut für Oberflächenmodifizierung Leipzig, die Sächsische Bildungsgesellschaft für Umweltschutz und Chemieberufe Dresden mbH, die Herlac Coswig GmbH aus Coswig, die ACSYS Lasertechnik GmbH aus Kornwstheim, die Kaspar Walther GmbH & Co. KG aus Krailing, die BENEFIT Unternehmensentwicklung GmbH aus Dresden sowie die Haus E Werbeagentur aus Chemnitz: „Die Gründungsmitglieder eint der Wille, die mitteldeutsche Region zur Kompetenzregion für Funktionsoberflächen zu entwickeln“, so Günther. „Dazu gehören einerseits gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsprojekte unter den beteiligten Unternehmen und Einrichtungen, andererseits aber auch die Entwicklung von spezifischen Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen.“ Der GRAVOmer-Verein ist für weitere Mitglieder aus dem Bereich der Strukturierung funktionaler Oberflächen offen.

2018 hatten sich über 40 Unternehmen und Forschungseinrichtungen überwiegend aus dem mitteldeutschen Raum zum GRAVOmer-Netzwerk zusammengeschlossen. Dieses wird mit Fördermitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zur Etablierung der Netzwerkarbeit im Rahmen des Programms „WIR! – Wandel durch Innovation in der Region“ mit bis zu 15 Millionen Euro unterstützt. Das Bündnis versammelt und koordiniert die Kompetenzen und Ressourcen der auf dem Gebiet der funktionalen Oberflächen tätigen Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Es hat das Ziel, die Einsatzfelder für innovative Oberflächenfunktionen weiter auszubauen und die Produktion entsprechender Anwendungen zu initiieren. Im Ergebnis sollen daraus langfristig erfolgreiche Kooperations- und Produktionsbeziehungen, insbesondere in Form von nachhaltigen Wertschöpfungsketten, aufgebaut werden, die die Wirtschaftskraft vor Ort spürbar stärken. „Mithilfe der Bundesmittel konnten bereits erste gemeinsame Entwicklungsprojekte einzelner Netzwerkpartner angestoßen und der Austausch zwischen den Netzwerkpartnern ermöglicht werden“, sagt Arend Riegel, Netzwerkmanager bei GRAVOmer: „Die Vereinsgründung wird zur Verstetigung dieser Arbeit beitragen.“