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(09.03.2020 / sbr)

Klimaneutral durch Energieeffizienz und Kompensation

Seit diesem Jahr darf die Zeller+Gmelin GmbH & Co. KG ihren Standort in Eislingen als klimaneutralen Standort bezeichnen. Wie das Unternehmen im Januar 2020 mitgeteilt hat, wurde mittels CO2-Bilanz der CO2-Fußabdruck ermittelt. Nach der Kompensation attestierten die zertifizierten Klima-Experten der Fokus Zukunft GmbH den Eislingern, „Klimaneutrales Unternehmen 2020“ zu sein. Mithilfe einer Überprüfung seitens der Kompetenzstelle Energieeffizienz (KEFF) wurden parallel dazu weitere Potenziale zur Energieeinsparung analysiert und umgesetzt. Die Organisation KEFF wird in der Region Stuttgart von einem Konsortium betrieben, das u.a. aus der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart als Konsortialführer und der IHK Stuttgart besteht.

„Wir haben in einem sehr intensiven Projekt die CO2-Bilanz des Standortes Eislingen und auch aller anderen Tochtergesellschaften am Standort ermittelt. Durch diverse Projekte zur Energieeinsparung konnten wir den CO2-Wert bereits zuvor deutlich minimieren“, erklärt Diplom-Ingeneurin Gülen Ak, die als Leiterin für Qualitäts-, Umwelt- und Energie-Management auch für Nachhaltigkeit und Klimaneutralität verantwortlich ist. Seit Januar 2020 darf sich der Spezialist für Schmierstoffe, Druckfarben und Chemie mit dem Label „klimaneutral“ schmücken. Dies umfasst sowohl sämtliche 549 Beschäftigte am Stammsitz Eislingen als auch die gesamte Büro-, Produktions- und Lagerfläche sowie zusätzlich die Südölfirmen Mineralöl Raffinerie und Südöl-Umwelt-Recycling und ZG Fluidmanagement. Die verbliebenen CO2-Werte wurden über die Kompensation durch Klimazertifikate ausgeglichen. Zeller+Gmelin unterstützt nachhaltige Klimaschutzprojekte in Entwicklungs- und Schwellenländern.

„Seit jeher achten wir in sämtlichen Geschäftsbereichen auf einen sparsamen Umgang mit den Ressourcen“, betont Thomas Alpers, Geschäftsführer für Technik bei Zeller+Gmelin. Zudem standen Mensch und Umwelt stets im Fokus. So sind beispielsweise zahlreiche neue Schmierstoffprodukte wie Betontrennmittel, Kettensägen- und Rasenmäheröle umweltverträgliche Bio-Schmierstoffe. „Da war es nur eine logische Konsequenz, diesen Umweltgedanken auch auf den Klimaaspekt auszudehnen.“

Das Jahr 2019 stand bei Zeller+Gmelin stark im Zeichen des Klimaschutzes und der Klimaneutralität. Zahlreiche Projekte zur Energieeinsparung wurden umgesetzt: Ob durch den Einsatz von Photovoltaikanlagen, energieeffizientere Trafos oder durch gezielte Wärmerückgewinnung – es wurden praktisch alle Stellschrauben geprüft, mit denen sich Einsparungen erzielen lassen. Als Resultat stand die Zertifizierung von Zeller+Gmelin nach der Energiemanagement-Norm DIN EN ISO 50001:2018. „Wir haben die Norm in unser bestehendes integriertes Qualitäts- und Umweltmanagement-System aufgenommen“, präzisiert Gülen Ak.

Mit einem jährlichen CO2-Fußabdruck verpflichtet sich das Unternehmen, die Klimaziele nicht nur einzuhalten, sondern nachhaltig zu verbessern. So wird überlegt, zugunsten der Klimabilanz künftig mehr Ökostrom zu beziehen. „Bei unseren Klima-Überlegungen gehen wir sehr ins Detail. Selbst bei Neubauten wie unseren neuen Laborräumen für die Qualitätssicherung denken wir an die Umwelt und werden Solaranlagen für den Fahrstuhlbetrieb nutzen“, erläutert Thomas Alpers. Auch das ist für Zeller+Gmelin keineswegs neu, denn es kommt bereits ein solarbetriebener Personenaufzug zum Einsatz, der bei der Abwährtsfahrt sogar Strom ins Stromnetz rückspeist.

In der Folge kann sich die CO2-Bilanz sehen lassen. Momentan liegt der CO2-Ausstoß am Standort Eislingen bei 4763 Tonnen pro Jahr. „Pro Beschäftigtem sind das etwa 8,68 Tonnen, und damit liegen wir sehr gut“, weiß Gülen Ak.

Zeller+Gmelin ist das 500. Unternehmen, das den KEFF-Check erfolgreich absolviert hat. Aus diesem Anlass wurde der Eislinger Traditionsbetrieb mit einem Preis des Umweltministeriums Baden-Württemberg ausgezeichnet. Anfang Februar erfolgte im Rahmen einer Feierstunde die offizielle Preisverleihung.