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(20.12.2019 / sbr)

Geschäftsklima kühlt sich leicht ab

Nachdem sich das Geschäftsklima in der deutschen Druck- und Medienbranche in den beiden vorherigen Monaten deutlich erholt hatte, kühlte es im Dezember leicht ab. Der vom Bundesverband Druck und Medien berechnete Geschäftsklimaindex fiel gegenüber dem Vormonat saisonbereinigt um 1,0 Prozent von 102,1 auf 101,0 Zähler. Erstmals seit Januar 2018 notierte der Indexwert jedoch deutlich über seinem Vorjahresniveau. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Index im Dezember um 5,1 Prozent.

Im Dezember bewerteten die vom ifo Institut befragten Druck- und Medienunternehmen ihre aktuelle Geschäftslage besser als im Vormonat. Ihre Erwartungen bezüglich ihrer Geschäftsentwicklung in den nächsten sechs Monaten hingegen waren pessimistischer als im November. Die Werte der aktuellen und der erwarteten Geschäftslage bestimmen die Entwicklung des Geschäftsklimas, das einen guten Vorlaufindikator für die Produktionsentwicklung der Druck- und Medienindustrie darstellt.

Dass eine stärkere Eintrübung des Geschäftsklimas im Dezember verhindert werden konnte, ist überwiegend auf die vorweihnachtliche Verbesserung der Geschäftslageeinschätzung seitens der Unternehmen zurückzuführen. Im Dezember stieg der saisonbereinigte Geschäftslageindex im Vergleich zum Vormonat um 2,2 Prozent auf 103,0 Punkte. Im Vorjahresvergleich legte der Index sogar um 7,2 Prozent zu und verzeichnete damit den stärksten Anstieg seit Januar 2018. Die im Vergleich zum Vorjahresmonat stärkere Zunahme der Produktionstätigkeit und die positivere Verkaufspreisentwicklung dürften die wesentlichen Gründe für diesen Anstieg darstellen. Während im Dezember rund 10 Prozent aller befragten Unternehmen angaben, dass sich ihre Verkaufspreise im Vormonat erhöht hätten, meldete kein Unternehmen eine Reduzierung seiner Preise. Im Vergleich zum Vorjahr kam es somit zu einer Verbesserung des entsprechenden Saldos um rund 12 Prozentpunkte.

Die Bewertung der zukünftigen Geschäftslage seitens der Druck- und Medienunternehmen fiel pessimistischer aus als im Vormonat. Der entsprechende saisonbereinigte Index der Geschäftserwartungen sank gegenüber November um 4,1 Prozent auf 99,0 Zähler. Allerdings notierte der Index erstmals seit Juni dieses Jahres deutlich über seinem Vorjahreswert. Im Vergleich zum Vorjahr betrug der Anstieg 3,1 Prozent. Nachdem die Unternehmenserwartungen im Oktober und im November gegenüber dem jeweiligen Vormonat außergewöhnlich stark angestiegen waren, wurden sie nun im Dezember nach unten korrigiert. Allerdings bewerteten die Unternehmen ihre zukünftigen Geschäftsaussichten optimistischer als noch im Dezember des letzten Jahres. Während im Dezember 2018 rund 38 Prozent der befragten Unternehmen angaben, dass sich ihre Geschäftslage in den kommenden sechs Monaten eher ungünstig entwickeln würde, erwarteten nur rund 10 Prozent eine positive Geschäftsentwicklung. Im Dezember dieses Jahres sank der Anteil der Unternehmen, die eine schwächere Geschäftsentwicklung erwarten, auf rund 30 Prozent. Der entsprechende Saldo verbesserte sich im Vorjahresvergleich somit um rund 5 Prozentpunkte.

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