NEWS

Doppelte Kapazität, höchste Effizienz


Die MZ Druckereigesellschaft in Halle an der Saale (Sachsen-Anhalt/Deutschland) nimmt bei der Konsolidierung des Zeitungsdrucks in Deutschland eine aktive Rolle ein. Das Tochterunternehmen der DuMont Druck GmbH & Co. KG hatte vor drei Jahren in komplett neue Druck- und Versandtechnik investiert. 2019 wurden nun die Kapazitäten mehr als verdoppelt, um künftig auch die Tageszeitungen und Anzeigenblätter für den Raum Leipzig produzieren zu können. Erneut vertraut die MZ Druckereigesellschaft auf die leistungsfähige Ferag-Versandraumtechnik.


2016 hatte die MZ Druckereigesellschaft einen großen Sprung bei der Druckweiterverarbeitung getan: Mit der Visualisierungs- und Steuerungssoftware Navigator und der Datenoptimierung Optimizer wurde der Versandraum automatisiert und das regionalisierte Einstecken sehr effizient gestaltet. Investiert worden war damals in MultiDisc-Auf- und Abwickelsysteme, einen dynamischen Discpool, zwei Einstecktrommeln RollSertDrum, die Vorsammelsysteme FlyStream mit jeweils 19 JetFeeder-Anlegern (inzwischen auf 21 Anleger erweitert) sowie sechs MultiStack-Kreuzleger mit Inline-Deckblattdruck plus UTR-Fördertechnik.

Das Hauptprodukt, die 6x wöchentlich erscheinende „Mitteldeutsche Zeitung“ mit ihren 17 Regionalausgaben hatte davon ebenso profitiert wie die beiden Anzeigenblätter „Wochenspiegel“ und „SuperSonntag“, die ebenfalls mit verschiedenen Regionalausgaben erscheinen. Kurz: die MZ Druckereigesellschaft konnte seit 2016 umfangreiche Erfahrungen sammeln, wie mit modernster Ferag-Technik große Beilagenmengen optimal verwaltet und eingesteckt werden.

Produktionskapazität mehr als verdoppelt

Beste Voraussetzungen also, diese Erfahrungen zu skalieren: Nachdem die MZ Druckereigesellschaft vor einigen Monaten den Auftrag zur Produktion der „Leipziger Volkszeitung“ und der Anzeigenblätter „Sachsen-Sonntag“ bzw. „Leipziger Rundschau“ gewinnen konnte, musste die Kapazität im Druck erweitert und im Versandraum mehr als verdoppelt werden.

Ferag lieferte dafür unter anderem zwei sehr leistungsfähige Einstecksysteme: zwei Einstecktrommeln – einmal eine RollSertDrum und einmal eine EasySert – mit jeweils einer FlyStream-Zusammentragstrecke und 29 JetFeeder-Anlegern. Dazu einen MultiDisc-Pool und mehrere Abwickelstationen sowie sechs MultiStack-Kreuzleger. Dadurch ist der Versandraum auf vier Einstecklinien mit rund einhundert Anlegern gewachsen.

Allein von der „Leipziger Volkszeitung“ werden montags bis samstags zwischen 125.000 und 150.000 Exemplare pro Nacht verarbeitet, die beiden Anzeigenblätter bringen es auf je 490.000 Exemplare. Für diese Leipziger wie auch die Halleschen Titel sollen im kommenden Jahr beeindruckende Mengen an Beilagen verarbeitet werden. Waldemar Geuthner, Projektleiter der MZ Druckereigesellschaft, rechnet damit, dass insgesamt rund 1,3 Milliarden Beilagen im Jahr bewegt und eingesteckt werden müssen. Um dies logistisch zu bewältigen, wird derzeit neben dem Versandraum-Komplex ein separates Beilagenlager mit 1.600 Quadratmetern Nutzfläche und 1.450 Stellplätzen in Palettenregalen errichtet, das über einen Verbindungsgang an den Versandraum angebunden ist.

Automatisierte Produktion

Viel verspricht sich die MZ Druckereigesellschaft von der EasySert-Linie, die nun auch für Geschwindigkeiten von bis zu 30.000 Beilagen-Kollationen pro Stunde ausgelegt ist. Die EasySert-Linie wird beim Anwender offline betrieben und entweder über JetFeeder manuell oder über eine MultiDisc-Abwickelstation automatisiert versorgt. Jeweils allein an den Freitagen und samstagsfrüh sollen hier künftig eine viertel Million Anzeigenblätter des „SachsenSonntag“ verarbeitet werden. Eine große Rolle für die hohe Geschwindigkeit – und die damit effiziente Verarbeitung – spielt eine Verknüpfung des Vertriebssoftware-Moduls VIP Mail der Firma Modular Software Solutions GmbH mit dem Planungs- und Steuerungstool Ferag Navigator. Dieses sorgt nämlich dafür, dass die JetFeeder-Anleger automatisch zugesteuert werden und die Produktionsstopps bei Versionswechsel auf ein Minimum reduziert werden.

Bereits Ende Mai war in Halle die Einstecklinie mit der RollSertDrum in Betrieb gegangen und produziert seit dem Spätsommer für den Leipziger Kunden den „Sachsen Sonntag“. Wenn im Oktober die neue Rotationsmaschine läuft, kann auch der UniversalTransporteur an den MultiDisc-Pool angebunden werden. Anfang November soll dann die „Leipziger Volkszeitung“ komplett aus dem MZ-Druckhaus geliefert werden, wenige Tage später auch das Anzeigenblatt „Leipziger Rundschau“. Dann wird auch nach außen sichtbar, dass sowohl die Mitarbeiter der MZ Druckereigesellschaft wie auch der Ferag gemeinsam wieder gute Arbeit abgeliefert haben. Waldemar Geuthner zeigt sich „sehr zufrieden“ mit den Ferag-Technikern: „Das läuft alles sehr ruhig und Hand-in-Hand“.

sbr / 24.10.2019