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Vermeiden, Verwerten, Vermindern


Weniger Materialeinsatz, mehr Recyclingfähigkeit und nachwachsende Rohstoffe: Auf der diesjährigen FachPack stellt die Südpack Verpackungen GmbH & Co. KG Lösungen vor, die schon heute Antworten auf wichtige Zukunftsfragen im Verpackungsmarkt geben. An Stand 242 in Halle 7 zeigen die Folienexperten innovative Verpackungskonzepte, die besonders im Hinblick auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit punkten – ohne Kompromisse bei der Produktsicherheit einzugehen.


Alle Südpack-Lösungen folgen dabei dem Dreischritt vermeiden – verwerten – vermindern. So kommen Folien der leistungsstarken Multipeel-Reihe mit deutlich weniger Material aus und schützen empfindliche Produkte trotzdem optimal. Schutz ist auch das Stichwort der xpect-Reihe: Ihre Lösungen werden mit nachwachsenden Rohstoffen hergestellt und schonen so Klima und Ressourcen.

„Vor allem Lebensmittelverpackungen stehen im Kreuzfeuer der aktuellen Debatte um Kunststoff“, erklärt Johannes Remmele, geschäftsführender Gesellschafter von Südpack. „Der Schutz von Umwelt, Klima und wertvollen Ressourcen ist eine wichtige Zukunftsfrage für die Menschheit – und wir als Industrie müssen hierzu unseren Beitrag leisten. Auf der FachPack 2019 liegt unser Schwerpunkt deshalb ganz klar auf Produkten und Konzepten, die im Hinblick auf Nachhaltigkeit mindestens einen Schritt vorausdenken.“ Die Ochsenhausener Verpackungsexperten sind stolz darauf, dass sie seit der vergangenen FachPack sowohl beim Vermeiden, als auch beim Vermindern und Verwerten von Kunststoffen weiter vorangekommen sind. Das Ergebnis sind zahlreiche verbesserte Produkte und Innovationen, die Besucher am Südpack-Stand 242 in Halle 7 sehen können. Hier stellen die Folienexperten auch erstmals ihre „Roadmap für die nachhaltige Verpackungsevolution“ vor: Sie stellt Südpacks umfassendes Engagement für nachhaltigere Produkte dar – von der Materialreduzierung über nachwachsende Rohstoffe bis hin zur Recyclingfähigkeit. In allen Bereichen bietet das Unternehmen seinen Kunden bereits eine Vielzahl nachhaltiger Lösungen an oder bringt sie in Kürze auf den Markt.

Vermindern: Weniger Material – weniger Umweltbelastung

Insbesondere bei der Reduktion des Materialverbrauchs haben die Folienexperten weitere signifikante Fortschritte erzielt. Dadurch werden Ressourcen gespart und die Umwelt geschont. Konkret bedeutet das: Immer für dieselbe Menge Folie wird heute bereits deutlich weniger Granulat benötigt, als noch vor wenigen Jahren. Durch sogenanntes „Downgauging“ werden die Folienlösungen immer schlanker. Etablierte Produkte aus der „Veraplex World“, zum Beispiel, werden fortlaufend im Hinblick auf Materialreduktion weiterentwickelt – ohne Einbußen bei ihrer Performance. Die MAP-Oberfolie Veraplex Plus aus der Serie gilt als besonders stabile Deckelfolie auch bei großen Verpackungen und spart dabei heute 29 Prozent Material ein.

Vergleichbar effizient verhält sich die Multipeel xPET aus der Produkt-Familie „Multipeel“. Die Wiederverschlusslösung verfügt über ausgezeichnete Siegeleigenschaften und wird damit gerne für anspruchsvolle Lebensmittel wie Wurstaufschnitte, Käse oder Brotaufstriche verwendet – bei einer Materialeinsparung von bis zu zehn Prozent. Ein besonders flexibles Einsatzgebiet bei geringer Foliendicke bietet die Peel xPET. Sie spart im Verpackungskonzept zwölf Prozent Material ein und siegelt trotzdem absolut sicher auf Folien aus Mono-PET, kristallinem PET als auch auf Schalen, die mit Antiblock oder Silikon behandelt sind.

CO2-Fußabdruck: Ressourceneffizienz und Wiederverwertung

Um Ressourcen zu schonen, setzt Südpack neben „Downgauging“ auf Material, das recycelt werden kann oder mit nachwachsenden Rohstoffen arbeitet. So sind in der Produktgruppe xPEP zahlreiche bestehende Folienkonzepte auf Basis von Polyolefinen, die recyclingfähig sind, erhältlich. Hersteller können zum Beispiel auf die Safe Peel Clear xPEP setzen, die auf der FachPack ebenfalls ihren Auftritt bekommt. Sie versiegelt genau wie ihre konventionelle Schwester Produkte sicher, ist aber in Kombination mit einer PP-Schale zu 96 Prozent recyclingfähig. Analog sind auch xPEP-Lösungen für Multifol-, Flow Wrap- und Multipeel-Produkte erhältlich. Multipeel xPEP-Konzepte erzielen in dieser Variante auf Ecoterm ebenfalls ein stolzes Ergebnis von 90 Prozent Recyclingfähigkeit.

„Die Wiederverwertbarkeit unserer Kunststofflösungen ist das eine. Auf der anderen Seite wollen wir unsere Unabhängigkeit vom Rohstoff Erdöl steigern, um so den CO2-Fußabdruck unserer Folien weiter zu reduzieren“, erklärt Carolin Grimbacher, geschäftsführende Gesellschafterin und Bereichsleiterin Forschung und Entwicklung bei Südpack. Mit den Produktlinien „Planova“ und „xpect“ setzt Südpack deshalb verstärkt auf nachwachsende Rohstoffe. Während die Planova-Serie mit PLA arbeitet, verwendet die „xpect line“ biobasierendes Polyethylen (PE). PLA wird aus Maisstärke gewonnen, während biobasiertes PE aus Zuckerrohr gewonnen wird.

Das Einsatzgebiet für biobasiertes PE und PLA bei Südpack wächst: Produkte aus der „xpect line“ sind zum Beispiel als MAP-Packungen, als Ober- und Unterfolie sowie als Flow Pack erhältlich und bieten dieselben Materialeigenschaften wie Produkte aus konventionellem PE. Ein besonderer Vorteil für die Weiterverarbeitung: Die Abnehmer der „xpect line“-Folien können ihre bestehenden Verpackungsanlagen weiterverwenden, ihre Produkte im Tief-, Flexo- oder auch Digitaldruck nach wie vor ansprechend gestalten und so zugleich den Aspekt Nachhaltigkeit bei ihrer Marke stärken.

Craft Line: Papier für ein natürliches Kauferlebnis

Mit einer Kombination aus Nachhaltigkeit und Branding punkten auch Südpacks neue Folienverpackungen mit Papieranteil. Die Produkte Veraplex Craft, Ecocraft Skin und Ecocraft Shape bilden die neue Craft Line. Diese zeichnet sich durch ihre besonders natürliche Anmutung bei guter Bedruckbarkeit aus. Alle Lösungen kombinieren eine dünne Kunststoffschicht mit Papier – und büßen dabei nichts an Leistungsfähigkeit ein. Hier können FachPack-Besucher zum Beispiel die neue Unterfolie Ecocraft Shape kennen lernen, die besonders vielseitig einsetzbar ist: Sie besteht zu 80 Prozent aus Papier mit einer dünnen PE-Schicht auf der zum Produkt gerichteten Seite. Das spart Kunststoff ein und ermöglicht es zugleich, die Verpackung flexibel dem Produkt anzupassen: Die Ecocraft Shape lässt sich bis zu 15 Millimeter tiefziehen und bietet besonders Käse-, Wurst- und Fleischwaren ein Zuhause mit angenehmem Look-and-feel. Bei der Ecocraft Skin lassen sich Karton und Folie nach Verbrauch zudem einfach trennen: Eindeutige Recyclinghinweise auf der Verpackung sowie eine leichte Lösbarkeit der verwendeten Materialien erleichtern den Verbrauchern die korrekte Mülltrennung.

Verwerten und Vermeiden: Die gesamte Lieferkette im Blick

Südpack achtet nicht nur darauf, immer mehr Kunststoffe zu verarbeiten, die später wiederverwertet werden können. Viele Kunststoffe, die in der Folienproduktion zum Einsatz kommen, sind bereits recycelt oder werden intern regranuliert. „Kunststoff ist ein wertvoller Rohstoff. Deshalb setzen wir für unsere Folien – wo immer möglich – auf wiederverwertetes Material“, so Johannes Remmele. „Qualität, Produktschutz und Hygiene behalten für uns dabei selbstverständlich immer die höchste Priorität.“ Mit der Errichtung eines eigenen Compoundierungszentrums in Schwendi ist Südpack in der Lage, Kunststoffgranulate selber herzustellen. Durch das Mischen und die Herstellung eigener Granulate werden deren Eigenschaften noch feiner abgestimmt und der Entwicklungsprozess für neue Produkte wird beschleunigt. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Aufbereitung und Weiterverarbeitung von in der Produktion entstehenden sekundären Rohstoffen zu Regranulaten. Diese werden von Südpack anschließend für eigene Produkte wiederverwendet. So entsteht ein in sich geschlossener Wertstoffkreislauf.

Auch sonst werden alle Produkte und Prozesse bei Südpack kontinuierlich weiterentwickelt und verbessert: „Respekt und Innovation sind Schlüssel zu einer verbesserten Nachhaltigkeit“, so Carolin Grimbacher. „Deshalb investieren wir stark in neue Technologien und Verfahren, die unsere Produkte noch besser und noch nachhaltiger machen.“ So ermöglicht die Versuchsanlage multiXtrusion den Südpack-Experten, alle gängigen Herstellungsverfahren für Folien realitätsgetreu abzubilden und Verbesserungspotenziale zu ermitteln. Das Ergebnis sind unter anderem besonders ressourceneffiziente Folien, die zudem noch schneller zur Marktreife gelangen. Ganz vorne mit dabei ist Südpack nach eigener Aussage auch bei der Entwicklung neuer, innovativer Technologien zur Wiederverwertung von Kunststoff-Verbundfolien: Als Partner im Pilotprojekt „ChemCycling“ von BASF haben die Folienexperten den weltweit ersten Prototypen einer Verpackung vollständig aus chemisch recyceltem Kunststoff produziert – ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einem 100%-Recycling von Verbundfolien. Mehr zum chemischen Recycling erfahren Sie hier:
https://www.suedpack.com/aktuelles/artikel/chemcycling/.

sbr / 05.08.2019