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(01/23/2020 / sbr)

14.000 mal um die Welt

Das stark gestiegene Bewusstsein für Umwelt- und Klimaschutz macht sich auch in der Druckindustrie bemerkbar - denn immer mehr Kunden fragen nach CO2-freien Druckerzeugnissen. Die Unternehmen der Branche setzen meist modernste Produktionsverfahren für eine möglichst umweltschonende Produktion ein. Jedoch kann bei der Herstellung von Printprodukten und dem Einsatz der notwendigen Werkstoffe die Freisetzung von CO2 nicht komplett vermieden werden. Deshalb legt die Klimainitiative der Verbände Druck und Medien, die vom Bundesumweltministerium unterstützt wird, mit ihrem Angebot einen Schwerpunkt auf die CO2-Kompensation von Druckerzeugnissen. Zahlreiche Druckereien kompensieren damit seit über zehn Jahren ihre unvermeidlichen Treibhausgasemissionen durch die Förderung von Klimaschutzprojekten.

Flyeralarm gleicht über 100.000 t CO2 aus

Einen wichtigen Meilenstein in Sachen Umweltschutz erreichte das bayerische Unternehmen Flyeralarm direkt zum Jahresbeginn. Denn Kunden haben seit Einführung des „klimaneutralen Drucks“ vor fast zehn Jahren 100.000 Tonnen Kohlenstoffdioxid ausgeglichen. „100.000 – eine riesige Zahl verbunden mit einem Riesen-Dankeschön an unsere Kunden, die durch ihren freiwilligen Beitrag zahlreiche Klimaschutzprojekte unterstützt haben“, sagt Thorsten Fischer, CEO des E-Commerce-Unternehmens. „Als wir vor fast zehn Jahren die Option zur Verfügung gestellt haben, konnte ich mir nicht vorstellen, dass wir einmal eine Menge kompensiert haben werden, die ein Auto bei mehr als 13.900 Erdumrundungen entlang des Äquators ausstößt. Ich bin sehr stolz darauf, dass unsere Kunden das Angebot so gut nutzen.“

Ausgleichszahlungen fördern Klimaschutzprojekte weltweit

Mit dem CO2-Rechner der Verbände Druck und Medien steht eine Berechnungsbasis zur Verfügung, die speziell die Kriterien der Druckindustrie berücksichtigt. Damit ist die zentrale Forderung nach einer verlässlichen Berechnung der CO2-Emissionen sichergestellt, die alle relevanten ISO- und DIN-Normen berücksichtigt. Hochwertige CO2-Minderungs-Projekte tragen das Gütesiegel „Gold-Standard-Zertifikat“ und stehen unter der laufenden Kontrolle des WWF und des Bundesumweltamtes.

Unternehmen wie Flyeralarm kaufen mit den freiwilligen Ausgleichszahlungen der Kunden sogenannte Emissionsminderungszertifikate. Bei den Projekten in Ghana, Mali, Taiwan oder Neuseeland stehen die ökologischen Belange dabei ebenso im Fokus wie die Bedürfnisse der ansässigen Bevölkerung.

Vermeiden, vermindern und ausgleichen

„Der Schutz der Umwelt ist wichtig für unser aller Zukunft. Die Druck- und Medienbranche bekennt sich zu einer ressourcenschonenden Produktion und hat hier im Vergleich zu vielen anderen Branchen eine Spitzenposition eingenommen“, sagt Holger Busch, Hauptgeschäftsführer des Verbands Druck und Medien Bayern, und fügt an: „Ein CO2-Ausgleich ist aber kein Freibrief für verschwenderisches Verhalten. Ernstgemeinter Klimaschutz setzt immer auf drei Säulen: vermeiden, vermindern und ausgleichen. Die Verbände Druck und Medien haben diese drei Säulen in der bvdm-Klimainitiative verankert. Alle beteiligten Druckunternehmen können für sich in Anspruch nehmen, sich nachhaltig für die Vermeidung von CO2-Emissionen einzusetzen.“

Der bayerische Verband unterstützt Unternehmen bei der Entwicklung einer Klimaschutzstrategie. Das Angebot reicht vom CO2-Klimarechner bis zu individuellen Standortbilanzen für Druckunternehmen.

Weitere Informationen zur Klimainitiative der Verbände Druck und Medien: www.klima-druck.de.