3D Druck News

Rechtliche Aspekte der additiven Fertigung

Additive Fertigungsverfahren bringen nicht nur ungeahnte technische Möglichkeiten mit sich, sondern auch neue rechtliche Fragen. Dabei haben die verschiedenen Schritte in der Fertigung unterschiedliche juristische Aspekte und Fallstricke. Die neue Richtlinie VDI 3405 Blatt 5.1 nimmt sich der Thematik entlang der Prozesskette an und beschreibt die für jede Stufe typischerweise auftretenden rechtlichen Verantwortungen und Fragestellungen.

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Qualitätssicherung additiv gefertigter Bauteile

Additive Fertigungsverfahren, auch bekannt unter dem Namen 3D-Druck, Additive Manufacturing oder generative Fertigung, bieten einen beeindruckenden Gestaltungsfreiraum. Hierbei werden mit Hilfe dreidimensionaler Daten viele Lagen feinen Materials übereinandergeschichtet. Anfangs in erster Linie im Bereich von Kunststoffen im Einsatz, gewinnt die additive Fertigung zunehmend im Metallbereich an Bedeutung.

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Schädelimplantate aus dem 3D-Drucker

Erst spezialisiert auf den Hochleistungsthermoplasten PEEK in Filamentform, dann auf die Entwicklung industrieller 3D-Drucker für die Verarbeitung des Materials - die Firma Apium Additive Technologies GmbH aus Karlsruhe hat sich schnell in der Additiven Fertigung etabliert. Mit dem 3D-Drucker für die Herstellung funktionaler Bauteile mit medizinischer Anwendung aus PEEK, dem Apium M220, können jetzt auch patientenspezifische Implantate und andere Gegenstände für den Einsatz in der Medizin aus PEEK gefertigt werden.

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3D-Druck in der Klinik

Es ist die erste ihrer Art in Europa: an der Medizinischen Universität Graz findet aktuell eine umfangreiche Klinische Studie statt, die den kompletten Prozess von Patienten-CT-Scan bis hin zum 3D-gedruckten Implantat aus Kunststoff oder Metall abbilden, optimieren und validieren soll. Einzigartig ist die Art der Herstellung der patientenspezifischen Implantate: für derartige additiv gefertigte Implantate existieren noch keine zertifizierten Prozesse, wie sie in der Medizin gefordert werden.

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Gießen und 3D-Druck - das passt zusammen

Die internationale Fachmesse für den Druckguss Euroguss findet vom 14.-16. Januar 2020 in Nürnberg statt. Encee präsentiert dort die industriellen Kunststoff-3D-Drucker von Stratasys und die Metall-3D-Drucker von Desktop Metal. Bei den 3D-Druckexperten von encee, welche sich seit über 20 Jahren mit dem Themenfeld des 3D-Drucks sowie der Additiven Fertigung auseinandersetzen, stehen 2020 auf der Euroguss anwendungsorientierte Beispiele des 3D-Drucks im Vordergrund.

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Partnerschaft im Bereich Lasersintern

Ricoh und Tiger, Spezialist für innovative 3D-Materiallösungen, gaben kürzlich eine Partnerschaft bekannt, um Innovationen im Bereich Additive Manufacturing (AM) voranzutreiben sowie duroplastische Materialien für das selektive Lasersintern auf den Markt zu bringen. Die Partnerschaft vereint das spezialisierte Portfolio von Tiger, zu dem auch Tigital Inks und Drylac® & Wetlac® Oberflächenbeschichtungen gehören, mit dem Technologie-Know-How von Ricoh, um Kunden einen End-to-End-Service für Additive Manufacturing anzubieten.

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Siemens öffnet Additive Manufacturing Network

Siemens kündigt den offiziellen Start und die allgemeine Verfügbarkeit des Additive Manufacturing Networks (AM-Netzwerk) an. Es wurde bereits erfolgreich bei mehreren Kunden und Partnern wie Decathlon, Siemens Gas & Power, Siemens Mobility, HP und Materialise in einer Pilotphase getestet und implementiert. Das AM-Netzwerk ist eine innovative Cloud-basierte Lösung zur Förderung der Zusammenarbeit und Prozessabwicklung zwischen Ingenieuren, Einkauf und Lieferanten von 3D-Druckteilen. Es stellt einen durchgängigen digitalen Prozess bereit, der die Nachfrage nach Komponenten mit dem Lieferantennetzwerk verbindet. So wird eine global verteilte Fertigung ermöglicht. Das AM-Netzwerk wurde auf der Formnext 2019 in Frankfurt am Main vorgestellt.

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Fraunhofer und Additive Industries kooperieren

In den Niederlanden nimmt Fraunhofer im Bereich der additiven Fertigung nun Fahrt auf: Durch die Zusammenarbeit des Fraunhofer Project Centers an der Universität Twente (FPC@UT) und des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnologie IPT aus Aachen mit dem niederländischen Unternehmen Additive Industries B.V. mit Sitz in Eindhoven baut Fraunhofer seine Aktivitäten in den Benelux-Ländern weiter aus: Über das Fraunhofer Project Center erhält die niederländische Industrie ab sofort einen neuen Zugang zur Forschung und Entwicklung im Bereich der additiven Fertigung.

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Siemens baut AM-Portfolio aus

Unter dem Motto „Thinking industrialized Additive Manufacturing further!“ präsentiert Siemens auf der formnext 2019, der Messe für Additive Manufacturing und ihrer gesamten vor- und nachgelagerten Prozesse, sein gesamtes Lösungsportfolio für die Industrialisierung der additiven Fertigung, abgestimmt auf die jeweiligen Branchen. Mit dem Digital Enterprise Portfolio bietet das Unternehmen eine ganzheitliche End-to-End-Lösung entlang der Wertschöpfungskette, angefangen vom funktionsorientierten Design über die Fertigung bis hin zu Services.

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BASF erwirbt 3D-Druck-Dienstleister Sculpteo

Um die Position als Serviceanbieter im Bereich der additiven Fertigung weiter auszubauen, hat BASF New Business GmbH am 14. November 2019 eine Vereinbarung zum Erwerb des Online-3D-Druck-Dienstleisters Sculpteo unterzeichnet. Der Vertrag wird vorbehaltlich der Genehmigung durch die zuständigen Wettbewerbsbehörden in den kommenden Wochen in Kraft treten.

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3D-Druck durchdringt deutsche Industrie

Die Additive Fertigung (AM) wird erwachsen und hält in Unternehmen Einzug. „Die deutsche Industrie hat die riesigen Potenziale der 3D-Druckverfahren erkannt“, meint Prof. Dr.-Ing. Gerd Witt, Vorsitzender des VDI-Fachausschusses „Additive Manufacturing“. „Unternehmen sind dadurch nicht nur flexibler in ihrer Produktion, sie können auch Kosten sparen, den Materialeinsatz reduzieren und Ressourcen schonen.“ Die Industrie nutzt immer mehr die Möglichkeit, AM für Prototypen, Fertigungsmittel und Endprodukte einzusetzen. In den letzten drei Jahren hat es laut dem neuen VDI-Statusreport „Additive Fertigung“ viele Fortschritte gegeben, die für eine intensivere industrielle Nutzung wichtig sind.

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Fertigung von Kupferbauteilen

Am Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM in Dresden ist es gelungen, mittels Selektivem Elektronenstrahlschmelzen (Selective Electron Beam Melting – SEBM) Kupferbauteile zu fertigen, die mit diesem Verfahren bisher so noch nicht gezeigt wurden.

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