DRUCKSPIEGEL-BLOG


von Stefan Breitenfeld

06.02.2020

Verpackungsdruck, Nachhaltigkeit, Wellpappe

Welcher Verpackungstyp sind Sie?

Die Streiff & Helmold GmbH mit Unternehmenssitz in Braunschweig und Betreiber einer firmeneigenen Webpräsenz hat sich auf die Fertigung von Verpackungen für Großunternehmen in der Industrie spezialisiert. Zum Angebot des Verpackungsspezialisten gehören neben den Kartonagen und Verpackungslösungen nach individuellen Kundenwünschen auch Fulfillment und Logistik für einen reibungslosen Versand von vielen Produkten und Gütern.

Uns wird immer wieder die Frage gestellt: Was macht eigentlich Streiff & Helmold? In der Regel atmen wir dann einmal tief durch und erläutern die einzelnen Segmente rund um die Themen Verpackungen und Logistikdienstleistungen. Letztere werden auch gern als Fulfillment bezeichnet. Auch wenn wir uns jetzt wiederholen, Verpackungen sind unser Geschäft – ob wir sie nun produzieren oder handhaben. Werfen wir einen Blick auf die Verpackungen. Wir unterscheiden hochwertige Verpackungen (Feinkartonage), Verpackungslösungen aus Wellpappe und Faltschachteln. Damit decken wir so ziemlich alle Produktvarianten, die der Markt fordert, ab. Auf dem Gebiet der Kunststoffverpackungen und Blister haben wir ebenfalls sehr viel Know-how, doch unsere Kernkompetenz und Leidenschaft sind definitiv Verpackungen aus Karton und Pappe. Wir mögen diese Materialien, weil sie einerseits nahezu ungeschlagen die beste Umsetzung einer Verpackung darstellen und nachhaltig sind. Papier, Karton und Wellpappe bestehen aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz. Zudem trägt das Recycling im erheblichen Umfang zur Nachhaltigkeit bei. Verpackungen aus Vollpappe durchlaufen einen nahezu geschlossenen Materialkreislauf. Aber zurück zu den Verpackungstypen.

Hochwertige Verpackungen, Feinkartonagen

Jede Verpackung hat ihren Reiz, verfügt vielleicht über eine besondere Konstruktion oder lässt sich sehr gut automatisiert verarbeiten. Als Kunde sieht man das wahrscheinlich nicht sofort, denn man nimmt zunächst die Ästhetik des verpackten Produktes wahr. Anschließend werden die Merkmale der Verpackung erfahren. Nehmen wir eine Perforation. Funktioniert diese nicht, sind wir Kunden verstimmt und aus dem Mangel an Funktion wird nicht selten eine Abneigung gegen das Produkt selbst. Wir haben uns unlängst in dem Artikel „Neuromarketing und Verpackungsdesign – Entwickeln wie ein Kunde fühlt“ mit der Thematik, wie Emotionen das Kaufverhalten beeinflussen, befasst. Die Verpackung ist als Image- und Werbeträger eine Markenbotschaft. Genau hier setzen wir mit unseren hochwertigen Verpackungen an. Eigentlich ist es ganz einfach: Ein Markenprodukt und eine gute Verpackung gehören zusammen. „Gute" wäre in diesem Fall natürlich zu definieren. Genau damit beschäftigt sich im Grunde das Neuromarketing: Welche Aspekte der Verpackungslösung passen zu welcher Zielgruppe – also zu welchen Kunden. Zu kompliziert? Nein, schauen Sie sich das Foto mit den drei Verpackungsvarianten an. Welche erscheint Ihnen hochwertiger? Sehr wahrscheinlich haben Sie sich für unsere Pour Clément entschieden. Wenn Sie zusätzlich noch fühlen und tasten könnten, spräche Sie die stabile Haptik an, die Zuverlässigkeit und Wertigkeit vermittelt. Hier funktioniert einfach alles. Die kleinen Blumentöpfe sitzen fest, nichts klappert, wackelt oder hat Spiel. Dazu kommt das saftig grüne Bezugspapier mit der munteren silbernen Prägung. Zusammen passt das wunderbar zum Produkt Pflanze. Ihren Einwand vorwegnehmend: Ja, die Version aus Wellpappe ist ebenfalls bestens geeignet, denn sie wirkt so natürlich und nachhaltig. Stimmt auch. Denken wir an die Zielgruppe und stellen fest, wir müssen sie unbedingt genau kennen. (Dieses Wissen gehört zu unseren Beratungsleistungen für Sie.) Das Beispiel ist dennoch klar, die hochwertige Buchdeckenverpackung unterstreicht die Wertigkeit des Produkts.

Verpackungen aus Wellpappe

Im Grunde haben wir es oben schon gesagt. Das organische Produkt Pflanze harmoniert auffällig treffend mit der recycelten Wellpappe. Aktuell rücken ökologische Themen wieder stark in den Mittelpunkt des Interesses und mit dem neuen Verpackungsgesetz „VerpackG“ wurde sogar ein Instrument verabschiedet, u.a. Kunststoffe in Verpackungen zu reduzieren oder ganz zu ersetzen. Nachhaltige Lösungen sind also gefragt. In dieser Hinsicht macht die Verpackung aus Wellpappe eine gute Figur. Aktuell ändern sich Werte und Emotionen: Eine Verpackung kann vieles, muss aber einem nachhaltigen Konzept unterliegen. Aus diesem Grund haben wir auch auf Pflanztöpfe aus Kunststoff verzichtet und zur passenden Variante aus Ton gegriffen. Wellpappe war schon immer eines der besten Materialien zum Verpacken. Jetzt hat sie – blumig formuliert – den Weg aus dem Dunkel der Versandkartons und Industrieverpackungen ins Licht der Ladenlokale gefunden.

Faltschachteln

Sie sind ohne Zweifel die häufigste Verpackungsvariante. Wir treffen sie überall – besonders im Bereich der Lebensmittel-, Pharma- und natürlich der Kosmetikprodukte. Sie verfügen vielleicht nicht über die bestechende Individualität der hochwertigen Verpackung (s.o.) oder die plakative nachhaltige Ausstrahlung der Wellpappe, doch ihre Stärken liegen in der funktionalen Beschaffenheit. Faltschachteln überzeugen durch ihren platzsparenden Aufbau, lassen sich zusammengeklappt lagern, automatisiert verarbeiten und bieten viel Fläche für Druck sowie Veredelung. Das ist ein Hauptgrund für die Verwendung der Faltschachtel in der Kosmetikindustrie. Banal ausgedrückt: Sie schützt und sieht dabei gut aus. Ferner wird sie gern am PoS (Point of Sale) eingesetzt, denn dort herrscht meist Platzmangel. Und wenn es um das Thema Transport von Verpackungen geht, überzeugen Faltschachteln durch Leichtigkeit und eine entsprechend gute Ökobilanz.

Welcher Verpackungstyp sind Sie nun?

Ganz so einfach ist eben doch nicht. Die Auswahl der richtigen Verpackung in Bezug auf die Zielgruppe ist keine triviale Angelegenheit. Produkt und Verpackung sollten idealerweise keinen Bruch aufweisen. Es sei denn, jener ist als Gestaltungsmittel intendiert. Wenn Sie Ihre Zielgruppe genau kennen, lässt sich die Kombination aus Produkt und Verpackung wirkungsvoll inszenieren. Sogar die Preisgestaltung kann über die Verpackung beeinflusst werden, indem das Produkt aufgewertet wird. Zusätzlich lassen sich die Emotionen über Materialeigenschaften verstärken. Auch geschlechtsspezifische Eigenschaften kommen beim Verpackungsdesign zum Tragen. So werden zum Beispiel schwarze Bezugsmaterialien mit Carbon-Optik klar von Männern bevorzugt, während Pastellfarben eher Frauen ansprechen. Die Automobilindustrie hat sich diese „Mechanismen“ längst zu Eigen gemacht, indem Modelle konkret über bestimmte Merkmale, die die Geschlechter betreffen, verfügen.

Entscheiden Sie doch einfach einmal für sich. Sie haben drei Töpfe mit Saatgut und drei Verpackungen aus unterschiedlichen Materialien. Und lassen Sie sich nicht täuschen, alle drei Verpackungslösungen sind nachhaltig. Testen Sie sich selbst. Sind Sie eher Traditionalist, Performer, oder Genießer? Gleiches Produkt – andere Zielgruppe – unterschiedliche Verpackung.

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