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(30.07.2014 / atz)

Tiefdruck ohne Qualitätsverlust mit DL-Manager

Tiefdruckverfahren haben im Verpackungsbereich einen Stammplatz: Sie garantieren eine hohe Farbsättigung und sind bei großer Auflage oder Stückzahl schnell und kostengünstig. Allerdings werden sie oftmals unscharf, da das Druckbild für die Erstellung der Gravurdaten umständlich gerastert werden muss.

Ein Softwarepaket der Bremer Artcom GmbH schafft Abhilfe: Der DL-Manager erzeugt Gravurdaten aus digitalen Druckformen ganz ohne qualitätsmindernde Zwischenstufen und sorgt so für höchstes Qualitätsniveau im Druck. Der Direct Link-Manager (kurz: DL-Manager) ist genau auf den Bedarf des industriellen Verpackungstiefdrucks zugeschnitten: Er übernimmt die eingespeisten Daten aus PostScript- und PDF-Dokumenten, ohne sie in unnötige Zwischenformate umzuwandeln. Erst bei der Ausgabe werden sie direkt in das benötigte Gravurraster umgerechnet. Als universeller Ausgabetreiber unterstützt der DL-Manager zum einen die direkte Ansteuerung von MDC-Gravursystemen, kann zum anderen seine Druckdaten aber auch in einem universellen Bildformat wie TIFF, LDF oder OCT zur Verfügung stellen.

In der Handhabung ist die Software denkbar einfach: Ein Workflow-Manager ermöglicht die Aneinanderreihung unterschiedlicher Funktionen und erlaubt so eine weitgehende Automatisierung des Druckprozesses. Zunächst kann über eine Preview-Funktion eine Kontrolle der Gravurdaten auf dem Bildschirm vorgenommen werden. Ankommende Daten werden durch einen Preflight-Check geprüft, bei dem ein Übersichtsbild erzeugt wird. Auf diesem können die einzelnen Aufträge im Druck leicht identifiziert werden.

"Mittels konfigurierbarer Voreinstellungen werden neue Aufträge weitgehend automatisch parametisiert, dennoch sind alle laufenden Prozesse und Systemmeldungen stets einsehbar, was eine hohe Produktionssicherheit garantiert", ergänzt Andreas Bentrup von der Artcom GmbH. Verschiedene Filtereinstellungen garantieren dabei ein höchstes Qualitätsniveau – insbesondere, weil Text- und Bildelemente getrennt angewendet werden können. Vor dem eigentlichen Andruck können die erzeugten Gravurdaten zur Kontrolle noch einmal geprüft werden. Gravurfertige Jobs und ihre Detailparameter werden über eine integrierte Datensicherung für zukünftige Nachdrucke zuverlässig archiviert.

Dabei lässt sich der Artcom DL-Manager leicht in bestehende Netzwerkumgebungen integrieren. Derzeit werden Schnittstellen wie DTG (Direct To Gravure), LDF (Laser Data File für MDC-Laserstar) und LEN (Digilas Format) unterstützt. Eine Direktansteuerung zur Schepers Digilas ist geplant, die direkte Anbindung an die Serien Gravostar 700 und 800 über das MDC-RTI (Real Time Interface) ist ebenfalls verfügbar.

Ein großer Pluspunkt für die Integration in bestehende Netzwerke ist die Flexibilität der Tiefdrucksoftware: "Die modulare Programmarchitektur erlaubt eine präzise Anpassung an etablierte oder geplante Produktionsumgebungen und die Verwendung von frei definierbaren Workflows sorgt für eine hohe Automatisierung. Die Kontrolle und Modifikation der einzelnen Aufträge kann von jedem Arbeitsplatz, gleich ob PC oder Mac, innerhalb eines Netzwerks bequem per X-Client vorgenommen werden", resümiert Bentrup die Vorteile der Tiefdruck-Software.