Die Interactive Paper GmbH hat am 15. Juli 2026 Tap 2.0 auf den Markt gebracht: Papier mit eingedruckter NFC-Antenne, das Empfängerinnen und Empfänger mit dem Smartphone antippen, um ohne App-Download und ohne QR-Code in ein digitales Erlebnis zu gelangen. Video, Quiz, Formular oder 3D-Augmented-Reality-Ansicht. Jede Interaktion wird dabei erfasst und ist im Kampagnen-Dashboard auswertbar.
Der wirtschaftliche Kern der neuen Generation ist der Preis. Bei hohen Auflagen sinken die Kosten pro Karte so weit, dass sich funktionalisierter Print erstmals in derselben Größenordnung bewegt wie ein klassisches, nicht messbares Werbemailing. Bislang war NFC-Print überwiegend ein Premiumformat für kleine, hochwertige Auflagen.
Was technisch neu ist
Interactive Paper Tap 2.0 ist nicht nur günstiger geworden, sondern hat sich gleichzeitig in vier Punkten verbessert:
Doppelte NFC-Leistung
Die Antenne ist doppelt so groß wie bei der vorherigen Generation und mittig im Bogen platziert. Die doppelte Sendeleistung vergrößert die Reichweite und verkürzt die Zeit bis zur Erkennung. In der Praxis heißt das: Die Karten funktionieren auf aktuellen iPhone-Modellen der Generationen 15, 16 und 17, ohne dass Nutzerinnen und Nutzer NFC manuell aktivieren müssen. Das war eine der häufigsten Fehlerquellen früherer NFC-Anwendungen. Wer antippt, muss die richtige Stelle nicht suchen und die Karte nicht nachjustieren.
Technik, die im Papier verschwindet
Die Antenne liegt flach im Karton und ist für das Auge nicht sichtbar. Keine Wölbung, keine Kante, keine Stelle, an der sich die Technik abzeichnet. Das Layout bleibt unangetastet, auch bei vollflächigen Motiven und feinen Rastern. Für Marken, die Print als Markenträger einsetzen, war genau das bisher der Knackpunkt: Die Technik war spürbar und sichtbar, oft in Form eines auffälligen Plastikelements.
Der flachere Aufbau ist zugleich einer der Gründe für den niedrigeren Preis, weil weniger Material verarbeitet wird.
Rückmeldung im Moment des Antippens
Neu ist eine spürbare Bestätigung, sobald die Karte erkannt wird. Das Smartphone quittiert den Kontakt mit einem kurzen Impuls, ähnlich wie beim kontaktlosen Bezahlen. Der Effekt ist klein, aber er beantwortet die Frage, die bei NFC bisher offen blieb: Hat es funktioniert? Ohne Rückmeldung tippen Menschen mehrfach, verschieben die Karte oder legen sie weg. Mit Rückmeldung ist der Vorgang nach einer Sekunde eindeutig abgeschlossen.
Hochwertiges Papier
Für Tap 2.0 kommt ein neues Papier zum Einsatz. Die Oberfläche ist glatter und gleichmäßiger, die Karte fühlt sich hochwertiger an als bei der vorherigen Generation. Trägermaterial bleibt Karton mit über 300 g/m². Der Punkt ist nicht kosmetisch: Ein Werbemittel, das billig wirkt, landet im Papierkorb, bevor es überhaupt jemand antippt. Die Karte muss in der Hand überzeugen, bevor die Technik zum Einsatz kommt.
Warum das für die Marketingbranche relevant ist
Print war jahrzehntelang der Kanal ohne Rückmeldung: Reichweiten wurden hochgerechnet, Wirkung geschätzt. Nach Auswertung eigener Kampagnendaten liegt die Interaktionsrate bei NFC-Karten zwischen 30 und 40 Prozent, bei QR-Codes im Vergleichszeitraum zwischen einem und sechs Prozent. Über die Plattform des Unternehmens lassen sich Kampagnen anlegen, Inhalte auch nach dem Druck innerhalb von Minuten austauschen und Sessions, Interaktionen, Verweildauer sowie Abbruchpunkte pro Kontakt auswerten. Personalisierung erfolgt über die bestehende Mailingliste.
„Mit Interactive Paper haben wir Print nicht nur neu erfunden, sondern in einen vollständigen Marketingkanal verwandelt", sagt Tobias Macke, Co-CEO und Mitgründer der Interactive Paper GmbH. „Der große Sprung bei Tap 2.0 ist nicht nur die verbesserte Technik, sondern vor allem der Preis. Solange NFC-Papier ein Vielfaches eines klassischen Werbemailings gekostet hat, war es ein Sonderformat für Premiumkampagnen. Auf dem heutigen Preisniveau wird es zur Standardoption für jedes größere Mailing.“
„Uns wird häufig gesagt, dass Print im Mediaplan nicht mehr zu verteidigen sei, weil man seine Wirkung nicht belegen kann", ergänzt Co-CEO Raphael Besnier. „Genau dieses Argument fällt jetzt weg. Wer eine Auflage von einer Million verschickt, sieht am nächsten Tag, wie viele Menschen die Karte tatsächlich in die Hand genommen und angetippt haben.“
Verfügbarkeit
Die Mindestauflage liegt bei 500 Stück, die Lieferzeit im Print-on-Demand-Verfahren bei rund zwei Wochen. Tap 2.0 ist bereits verfügbar.
Weitere Informationen: https://interactivepaper.com/de/tap