NEWS

(18.12.2023 / sbr)

SIG Foundation gewinnt den ersten Save Food Projektwettbewerb

Mit „Cartons for Good“ setzt die SIG Foundation das Know-how von SIG ein, um die weltweiten Nahrungsmittelverluste zu reduzieren, und konnte sich damit im Projektwettbewerb der Save Food Initiative durchsetzen. Das Projekt steht beispielhaft für den Einsatz von Innovation und Technologie zur Lösung eines der drängendsten globalen Probleme.

Die Save Food Initiative fördert ein Mitgliederprojekt mit 20.000 Euro. Die Gründungsmitglieder haben sich im Sinne ihrer Vision, Nahrungsmittelverschwendung und -verluste weltweit einzudämmen, dazu entschieden, diese Mittel zur Verfügung zu stellen. Der Save Food Projektwettbewerb fördert Lösungen, die dazu beitragen, die 1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel, die jedes Jahr verloren gehen oder verschwendet werden, zu reduzieren. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Unterstützung der Akteure in der Verarbeitungs-, Verpackungs- und Distributionskette, damit diese ihr Potenzial für einen nachhaltigen und verantwortungsvollen Umgang mit Lebensmitteln voll ausschöpfen können.

Bei der ersten Auflage des Save Food Projektwettbewerbs konnte sich die SIG Foundation mit „Cartons for Good“ durchsetzen. Das Projekt nutzt die Abfülltechnologie von SIG, um Menschen in Entwicklungsländern dabei zu helfen, ihre Lebensmittel vor Ort zu Mahlzeiten zu verarbeiten und haltbar zu machen. Der Gewinner wurde im Rahmen der pacprocess MEA bekannt gegeben, die vom 12. bis 14. Dezember 2023 gemeinsam mit der Food Africa in Kairo stattfindet. Beide Messen gehören zum Portfolio der interpack alliance.

„Die Save Food Initiative unterstützt die Processing- und Packaging-Branche aktiv in ihrer wichtigen Rolle im Kampf gegen die Verschwendung und den Verlust von Nahrungsmitteln. Die SIG Foundation zeigt eindrucksvoll, was die Branche diesbezüglich leisten kann“, sagt Bernd Jablonowski, Executive Director bei der Messe Düsseldorf und einer der Save Food Initiatoren. „Hier treffen innovative Technologien und lokale Initiativen aufeinander. Der ganzheitliche Ansatz von der Unterstützung lokaler landwirtschaftlicher Betriebe über die Versorgung von Schulkindern mit Mahlzeiten bis hin zum Recycling von Verpackungen ist genau das, was wir mit dem Save Food Wettbewerb fördern wollen.“ Die Fachjury bestand aus Mitgliedern der FAO (Welternährungsorganisation), der WPO (World Packaging Organisation) und der interpack/Messe Düsseldorf.

Lokale Unterstützung, globale Wirkung

Für das Projekt „Cartons for Good“ hat der Schweizer Hersteller von Kartonverpackungen und Abfülltechnologie eine innovative Lösung entwickelt: eine kompakte Version der industriellen Abfüllanlagen von SIG, die auch in abgelegene ländliche Gebiete transportiert werden kann. Gemüse und Früchte werden ohne Konservierungsstoffe zu Mahlzeiten verarbeitet und in Kartonpackungen abgefüllt. Diese sind ohne Kühlung bis zu neun Monate bei Umgebungstemperatur haltbar. Gerade in Regionen, in denen landwirtschaftliche Betriebe oft nicht ihre gesamte Ernte verkaufen können und keine Möglichkeiten zur Konservierung haben, ist dies ein großer Gewinn.

Ein Kreislauf der Nachhaltigkeit

Die Bauern werden für ihr überschüssiges Gemüse bezahlt und erhalten so ein zusätzliches Einkommen. Die haltbar verpackten Speisen werden dann an lokale Schulen verteilt, die so Kindern aus unterprivilegierten Familien täglich eine warme Mahlzeit anbieten können. Nach dem Verzehr werden die Verpackungen in einer lokalen Recyclinganlage gesammelt. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die Materialien wiederverwendet und in den Produktionskreislauf zurückgeführt werden – eine nachhaltige und umweltfreundliche Lösung.

Das Pilotprojekt in der Region Balia in Bangladesch zeigt bereits Erfolge: Allein im Jahr 2022 konnten dort rund 20 Tonnen Gemüse gerettet, 15 dauerhafte Arbeitsplätze geschaffen und 24.600 Mahlzeiten an 180 Schulkinder verteilt werden. Zusätzlich gingen 3.000 Packungen an Familien und Menschen, die von den schweren Überschwemmungen in Bangladesch betroffen waren.

Engagement in Ägypten

Aktuell plant die SIG Foundation das Projekt „Cartons for Good“ auch nach Ägypten zu bringen. Dort werden rund 50 Prozent des angebauten Obstes und Gemüses verschwendet. Mit dem Preisgeld von 20.000 Euro soll eine umfassende Studie herausfinden, wo das Projekt die größte Wirkung erzielen kann. Anschließend soll ein Projekt vor Ort entwickelt werden – gemeinsam mit dem lokalen Umsetzungspartner, der Natural Resources & Climate Protection Foundation (NRCP).