Die Papierfabrik Niederauer Mühle bietet ab sofort den EifelLiner PaperLoop an – der „erste und einzige“ weiß gedeckte Testliner mit einem garantierten Mindestanteil recycelter Getränkekartonfasern von mindestens 25 Prozent. Testliner ist ein aus Altpapier hergestelltes Rohpapier, das zu Wellpappe weiterverarbeitet wird. Die Niederauer Mühle ist nach eigener Aussage die einzige Papierfabrik in Deutschland, die gebrauchte Getränkekartons aufbereitet und deren Papierfasern wieder zu Rohpapier verarbeitet.
„Unser PaperLoop ist vor allem für Abfüller von Getränkekartons ein hochinteressantes Produkt. In ihm bekommen die Papierfasern aus den Getränkekartons ein zweites Leben. Werden sie für die Verpackung der eigenen Produkte eingesetzt, wird Kreislaufwirtschaft konkret sichtbar und belegbar. Das schafft ein starkes Nachhaltigkeitsargument gegenüber Handel und Konsumenten und leistet einen Beitrag zur Erreichung der Recyclingquote“, erklärt Dr. Karsten Derks, CEO der Niederauer Mühle.
Vorteile für Abfüller: Kreislauf wird belegbar
Wer Milch und Saft abfüllt kann künftig Trays einsetzen, deren Papier anteilig aus recycelten Getränkekartons besteht. Damit wird aus abstrakter Kreislaufwirtschaft ein konkreter Anteil an wiederverwendetem Material im fertigen Tray, der sich gegenüber Handel und Verbrauchern, auf der Verpackung oder in ihrer Nachhaltigkeitsberichterstattung ausweisen lässt. Dr. Karsten Derks: „Das Sammeln der Getränkekartons über den Grünen Punkt schließt ja noch keinen Kreislauf. Entscheidend ist, dass die Papierfasern wieder genutzt werden. Das können nur wir und damit bietet der PaperLoop den Verwendern die einmalige Chance, den Kreislauf ihres Produkts zu belegen.“
Für den deutschen Markt werden jährlich rund 180.000 Tonnen Getränkekartons produziert. Das entspricht etwa acht Milliarden Packungseinheiten. Sie enthalten wertvolle Papierfasern, die bis zu 70 Prozent des Verpackungsmaterials ausmachen. Während das Verpackungsgesetz eine Recyclingquote für Getränkekartons von 80 Prozent vorschreibt, meldet das Umweltbundesamt für das letzte Berichtsjahr 2024 hingegen nur eine Quote von 69,5 Prozent. Mit der Verwendung des PaperLoops kann diese Quote direkt unterstützt werden. Immerhin bis zu 120.000 Tonnen Getränkekartons kann die Niederauer Mühle pro Jahr verarbeiten.
Vorteile für Wellpappenhersteller: Im Wettbewerb differenzieren
Auch für Hersteller von Wellpappe eröffnet der PaperLoop neue Möglichkeiten zur Differenzierung. Verarbeiten sie ihn in ihren Endprodukten, können sie ihren Kunden einen garantierten Anteil recycelter Getränkekartonfasern anbieten. Gerade gegenüber Abnehmern aus dem Bereich der Getränkekartonabfüller entsteht daraus ein konkreter, zusätzlicher Mehrwert. „Mit dem PaperLoop verkaufen sie nicht einfach nur Wellpappe wie alle anderen. Sie ermöglichen ihren Kunden eine belegbare Kreislaufgeschichte und haben damit zusätzliche Argumente im Bereich Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit für ihre eigenen Produkte", erklärt Dr. Derks.
Zirka 10,78 Milliarden Quadratmeter Wellpappe werden in Deutschland pro Jahr produziert, 43 Prozent davon werden im Lebensmittelbereich verwendet. Der PaperLoop zeigt die gleichen Laufeigenschaften wie der bekannte EifelLiner. Auch im Aufbau folgt er dem gleichen Prinzip, der PaperLoop ist nicht (z.b. braun ein-) gefärbt, sondern entspricht in der Farbgebung den Vormaterialien. Dadurch verbindet er gute Bedruckbarkeit mit einer natürlichen Papierhaptik. Als nicht vertikal integrierter Rohpapierhersteller ist die Niederauer Mühle dabei unabhängig von bestimmten Weiterverarbeitungsstrukturen und kann alle Marktsegmente beliefern.
EifelLiner PaperLoop im Detail