Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert für die rund 99.000 Beschäftigten der Druckindustrie in der bevorstehenden Tarifrunde sieben Prozent mehr Lohn und Gehalt. Das hat die Tarifkommission auf ihrer heutigen Sitzung in Kassel beschlossen. Das geltende Lohnabkommen soll zum 31. Juli 2026 gekündigt werden. Bei der zuvor in den Betrieben der Branche durchgeführten Befragung hatte sich gezeigt, dass eine entsprechende Steigerung der Löhne und Gehälter breite Zustimmung fand.
Rachel Marquardt, ver.di-Verhandlungsführerin: „In Zeiten, in denen die Preise seit langem auf einem hohen Niveau verharren und aktuell die Inflation wieder anzieht, ist die Forderung nach sieben Prozent mehr Lohn und Gehalt mehr als gerechtfertigt. Es braucht spürbare Einkommenssteigerungen für die Kolleginnen und Kollegen in den Druckbetrieben.“
Die Verhandlungen mit dem Bundesverband Druck und Medien starten am 6. Juli 2026 in Berlin. Die Friedenspflicht in der Druckindustrie endet am 31. August 2026.