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(02/20/2026 / sbr)

Schwacher Jahresstart für den Mittelstand

Der deutsche Mittelstand ist schwach ins Jahr 2026 gestartet, wie die aktuellen Daten des DATEV Mittelstandsindex zeigen. Zwar legt der Umsatzindex im Januar saison- und kalenderbereinigt um 1,5 Prozent gegenüber dem Vormonat zu, im Vergleich zum Vorjahr liegt er aber nach wie vor leicht im Minus (-0,7 Prozent). „Der Mittelstand startet verhalten ins Jahr: Die Umsätze sind weiterhin rückläufig und auch die Beschäftigung geht weiter zurück“, fasst Prof. Dr. Robert Mayr, CEO der DATEV eG, die Ergebnisse zusammen. „Entgegen mancher optimistischen Verlautbarungen gibt es derzeit keine belastbaren Anzeichen für eine wirtschaftliche Erholung.“

Besonders das Verarbeitende Gewerbe ist mit einem Umsatzrückgang von 4,8 Prozent stark betroffen. Das Gastgewerbe verharrt dagegen auf dem schwachen Niveau der Vormonate.

Bei Löhnen und Gehältern ist die Situation durchgängig von weiterem Wachstum geprägt. Sie liegen im Januar um 3,9 Prozent über dem Vorjahresniveau – getrieben vor allem von der Mindestlohnerhöhung zum Jahreswechsel. Besonders stark fallen die Zuwächse im Gastgewerbe (+6,1 Prozent) und bei den Sonstigen Dienstleistungen (+5,8 Prozent) aus.

Die Beschäftigung präsentiert sich weniger volatil. Sie bewegt sich nahezu auf dem Niveau des Vormonats, liegt dabei aber mit 0,8 Prozent leicht unter dem Vorjahreswert. Am stärksten fällt der Rückgang im Gastgewerbe (-3,2 Prozent) aus. Bei der Betrachtung nach Unternehmensgröße zeigen sich die mittleren Unternehmen nach wie vor als Beschäftigungsmotor. Während in den Kleinst- und kleinen Unternehmen Jobs verloren gehen, erzielen sie als einzige Größenklasse ein Plus von 2,4 Prozent.