Die zarten Hoffnungen auf eine Stabilisierung der Lage für den Mittelstand haben sich zum Jahresende nicht erfüllt. Das belegen die aktuellen Daten des DATEV Mittelstandsindex. Nach einer leichten Erholung im November sind die Umsätze im Dezember wieder rückläufig. Der saison- und kalenderbereinigte Rückgang im Vergleich zum Vorjahresmonat beträgt 1,6 Prozent. Auch im Handel bleibt die Belebung aus, die üblicherweise mit dem Weihnachtsgeschäft verbunden ist.
Die Umsatzentwicklung liegt hier im saisonbereinigten Vorjahresvergleich bei -1,3 Prozent. „Wie befürchtet, ist das Weihnachtsgeschäft zum vierten Mal in Folge am Einzelhandel vorbeigegangen. Vor allem Kleinst- und kleine Unternehmen spüren die anhaltende Kaufzurückhaltung, steigende Kosten und den strukturellen Wandel besonders stark“, konstatiert Prof. Dr. Robert Mayr, CEO der DATEV eG. Sein Fazit: „2025 war ein weiteres verlorenes Jahr für den Mittelstand.“
Von der rückläufigen Umsatzentwicklung sind mit Ausnahme des Baugewerbes alle Branchen betroffen. Am stärksten ausgeprägt ist sie bei den Kleinst- und kleinen Unternehmen, die im Durchschnitt 4,8 Prozent weniger in die Kassen bekommen haben. Der Indexwert für den Umsatz fällt im Vergleich zum Vormonat saison- und kalenderbereinigt um 2,2 auf 89,9 Punkte, und verdeutlicht die insgesamt weiterhin angespannte wirtschaftliche Lage im Mittelstand.
Im Gegensatz zum Umsatz steigt der Lohnindex im Dezember weiter. Gegenüber dem Vormonat legt er saison- und kalenderbereinigt um 0,4 auf 116,8 Punkte zu. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind die Löhne und Gehälter um 3,8 Prozent gestiegen. Damit liegt die Lohn- und Gehaltsentwicklung weiterhin über der allgemeinen Preisentwicklung.
Bei der Beschäftigung ist der leichte Abwärtstrend ungebrochen. Im Dezember sinkt der Beschäftigungsindex saison- und kalenderbereinigt auf 100,8 Punkte. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ergibt sich ein Rückgang von 1,1 Prozent. Dabei fällt die Beschäftigungsentwicklung nach Branchen und Unternehmensgrößen unterschiedlich aus. Wie schon in den Vormonaten werden insbesondere im Verarbeitenden Gewerbe und in der Gastronomie Stellen abgebaut.