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Branchen-News

19. Februar 2009

Happy Foto trotz Wirtschaftsflaute auf Expansionskurs

Im Moment spürt Happy Foto, nach eigenen Angaben Österreichs größter Fotoausarbeiter per Postversand, noch nichts von der Wirtschaftskrise. Im Gegensatz zum allgemeinen Abwärtstrend wurden bei Happy Foto in den letzten Wochen sogar noch weitere Mitarbeiter eingestellt. Inzwischen sind am Hauptsitz in Freistadt 70 Personen beschäftigt. In Tschechien, wo Verpackung und Verrechnung sowie das Callcenter für alle Aufträge aus Tschechien und der Slowakei angesiedelt sind, finden 10 Mitarbeiter Arbeit.


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Zuwächse bei den Fotodruckprodukten bescherten Bernhard Kittel und seinem Unternehmen Happy Foto ein deutliches Umsatzplus.

Happy Foto-Eigentümer und Geschäftsführer Bernhard Kittel ist voll des Lobes über die Lernbereitschaft seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Alle von ihnen haben in den letzten paar Jahren das Angebot angenommen, sich den digitalen Herausforderungen zu stellen und teilweise sogar völlig umzulernen. Dadurch konnten sie aktiv dazu beitragen, ihren Arbeitsplatz nachhaltig abzusichern. Dazu kommt, dass Kittel schon sehr früh die Digitalfotografie nicht als Bedrohung, sondern als Chance erkannt und als einer der Ersten der Branche in seinem Betrieb die Weichen in diese Richtung gestellt hat.

Der Erfolg gibt ihm Recht. Immerhin sind in den vergangenen drei Jahren weit über die Hälfte aller Fotogroßlabore in Europa in Konkurs gegangen oder mussten geschlossen werden, weil viele Laborbesitzer nicht oder zu spät die Zeichen der Zeit erkannt haben. Für Happy Foto, das auf den Direktversand von Ausarbeitungen an den Endkonsumenten spezialisiert ist, bot sich auf diesem innovativen Betätigungsfeld eine riesige Chance, die es zu nutzen galt. Allerdings musste zuerst das Personal von der Analog- auf die Digitalausarbeitung und schließlich auf den Digitaldruck sowie die Fotobuch- und Kalenderproduktion umgeschult werden.

Eine wichtige Rolle spielte dabei die Happy Foto- Akademie, die neben den Fotobuch- und allgemeinen digitalen Edelseminaren auch regelmäßig als Schulungszentrum für die eigenen Mitarbeiter fungiert und in dieser Hinsicht für Happy Foto unverzichtbar geworden ist. Fast 80% der Bestellungen der über 500.000 Kunden, die Happy Foto in den Ländern Österreich, Deutschland, Tschechien und Slowakei betreut, erfolgen bereits über das Internet. An Spitzentagen sind das 1,5 Millionen Bilddateien, die zu erstklassigen Farbfotos, Fotobüchern und Fotogeschenken verarbeitet und zusammen mit der Rechnung an den Kunden zurück geschickt werden.

Das vor 15 Jahren "auf der grünen Wiese" neu errichtete und großzügig konzipierte Betriebsgebäude platzt mittlerweile schon wieder aus allen Nähten, weil die Fotobuchproduktion sehr viel Platz benötigt. Vor allem auf dem Verpackungssektor haben sich dabei gewaltige Dimensionen ergeben. So reicht zum Beispiel eine Palette Bilderverpackung für 20.000 Aufträge, eine Palette Buchverpackungen hingegen nur für 800 Aufträge. Bernhard Kittel verhandelt daher zurzeit mit der Stadtgemeinde Freistadt über den Ankauf eines ca. 10.000 m2 großen Grundstücks, einer ehemaligen Mülldeponie, die gerade saniert wird und direkt an das Happy Foto-Betriebsgelände anschließt.

Für Kittel ist der Erwerb dieses Grundstücks Grundvoraussetzung dafür, dass die Expansion am Standort Freistadt vorgenommen wird. Sollte der Kauf erfolgreich über die Bühne gehen, dann könnte bereits Anfang 2010 mit der Ausweitung der Produktionsflächen begonnen und viele Arbeitsplätze damit nachhaltig gesichert und neue geschaffen werden. Bernhard Kittel befürchtet zwar, dass die Wirtschaftskrise auch vor Happy Foto nicht Halt machen wird. Da aber die Produkte rund ums Foto wertmäßig sehr klein und außerdem sehr günstig sind, möchte er trotz Wirtschaftskrise am Großprojekt einer Firmenerweiterung festhalten. In den kommenden drei Jahren könnten dann 10 bis 12 Millionen Euro in dieses Vorhaben fließen.  

Kittel erwartet für die Zukunft eine Verschiebung von den fotochemischen Aufträgen hin zu Fotodruckprodukten (Fotobücher, Fotokalender, Funprodukte). Sollte in Freistadt für eine Betriebserweiterung genügend Platz zur Verfügung stehen, plant er hier eine eigene Fotogeschenke-Produktion aufzubauen, d.h. T-Shirts, Häferl, Keilrahmen und Sonstiges mit Fotomotiven selbst zu produzieren, was derzeit noch über einen Vertragspartner in Deutschland erfolgt. Außerdem plant er, den klassischen Digitaldruck über Internet als zusätzliches Standbein neu ins Programm aufzunehmen. Hier erwartet die Branche für die nächsten Jahre enorme Umsatzzuwächse, an denen auch Happy Foto partizipieren will.

(tz)  

www.happyfoto.at


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