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Elektroroller dank 3-D-Druck-Technik


"Stratasys' 3-D-Druck war von entscheidender Bedeutung für die Entwicklung eines funktionierenden Prototypen. Ohne diese Technologie wären wir schlicht und einfach nicht in der Lage gewesen, unser Produkt vom Reißbrett zur Marktreife zu bringen", so Oliver Risse, Gründer von Floatility.


Stratasys Ltd., ein Unternehmen für Lösungen in den Bereichen von 3-D-Druck und Additive Fertigung, gab bekannt, dass das deutsche Start-up Floatility GmbH den weltweit ersten ultraleichten, solarbetriebenen Elektroroller vorgestellt habe. An der Entwicklung kamen die beiden 3-D-Druck-Techniken von Stratasys FDM und Polyjet zum Einsatz. Die Herstellung  funktionsfähiger, 3-D-gedruckter Prototypen damit ist - wie es heißt - im Vergleich zum Silikonformen um 50% schneller.


Ziel war die Kreation eines "modernen Fortbewegungsmittels für die Metropolen dieser Welt". Der Roller namens e-floater ist mit einem Elektromotor ausgestattet und fährt auf drei Rädern. Er registriert seinen Standort und Zustand und informiert darüber in Echtzeit. Um die geplante Markteinführung einzuhalten, nutzte Floatility die beiden Techniken in der Produktentwicklungsphase für die Herstellung eines funktionsfähigen Prototypen. Zudem habe  sich als positiver Nebeneffekt eine erhebliche Kosteneinsparung im Vergleich zu herkömmlichen Herstellungsverfahren ergeben. 

 

"Wir benötigten Prototypen, die präzise dem endgültigen Produkt entsprachen, um damit ausgiebige Tests durchführen zu können. Nur so konnten wir eine erfolgreiche Markteinführung garantieren", so Risse. "3-D-Druck spielte hierbei eine entscheidende Rolle. Die Technologie ermöglichte es dem Team, Design und Konzept des e-floaters anhand einer perfekten Nachbildung des endgültigen Produkts zu überprüfen. Damit konnte nicht nur der Produktentwicklungszyklus beschleunigt, sondern auch der Kostenaufwand für die Produktentwicklung erheblich gesenkt werden. Stratasys' 3"D-Druck war von entscheidender Bedeutung für die Entwicklung eines funktionierenden Prototypen. Ohne diese Technologie wären wir schlicht und einfach nicht in der Lage gewesen, unser Produkt vom Reißbrett zur Marktreife zu bringen.”

 

Die Entscheidung für Stratasys hatte mehrere Gründe: Zum einen die erhebliche Zeit- und Kostenersparnis und andererseits die Kombination verschiedener Materialien in einem Druckvorgang. Dadurch konnten sowohl weiche als auch feste Materialien in die Prototypen integriert werden. Das Team fertigte die weichen Komponenten, wie Front- und Rückleuchten, Räder und Griffe, mit dem PolyJet-basierten "Objet500 Connex3 Multimaterial"-3-D-Farbdrucker. Die festen Komponenten hingegen wurden aus dem mechanisch strapazierfähigen und UV-resistenten, FDM-basierten Material ASA mit einem Fortus-450-3-D-Produktionssystem gedruckt.

 

Laut Risse wurde das weniger vorteilhafte Silikonformen als Alternativmethode für die Herstellung des Prototypen in Betracht gezogen. "Es gab viele Gründe, die gegen das Verfahren sprachen", erklärt er. "Zunächst war da die Montage von bis zu 20 Einzelteilen, dann erheblich höhere Kosten und darüber hinaus hätte die Herstellung doppelt solange gedauert wie mit 3-D-Druck."

 

"Der e-floater zeigt auf eindrucksvolle Weise das Potenzial des 3-D-Drucks. Er erlaubt Designern und Erfindern die Umsetzung ihrer Entwürfe in voll funktionsfähige Produkte – schnell und kostenwirksam", resümiert Andy Middleton, Präsident Stratasys EMEA. "In dieser Fallstudie kamen unsere beiden 3-D-Druck-Kerntechnologien gemeinsam zum Einsatz. Sie waren wesentlich an der Entwicklung und Markteinführung eines hochinteressanten und innovativen Produkts beteiligt. Als Unternehmen stehen wir mit Begeisterung Start-ups wie Floatility zur Seite, damit sie ihre Ideen in die Tat umsetzen können."

saj / 05.01.2016