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(09.07.2020 / sbr)

Mit Automatisierung sicher und kosteneffizient produzieren

Bereits seit 2016 produziert die Kolumbus GmbH mit verschiedenen Digitaldrucksystemen von Canon Mailings und andere Werbeprodukte. Den Großteil der Kunden bilden Agenturen. Aber auch Kunden aus verschiedenen anderen Branchen lassen ihre Werbematerialien bei Kolumbus drucken. Um möglichst effizient mit wenig Maschinenstandzeiten und ohne Fehler produzieren zu können, setzt das Dietzenbacher Unternehmen seit Anfang dieses Jahres sehr erfolgreich die Workflowlösung „OneVision Asura Canon Edition“ ein.

Herausforderung

„Wir bekommen Druckdaten in Form von PDFs, aus verschiedensten Quellen, die nicht immer vollkommen korrekt angelegt sind. Diese Fehler führen mitunter dazu, dass wir Fehldrucke haben, die Drucksysteme nicht korrekt laufen und wertvolle Zeit verloren geht. So entstehen Kosten, die nicht eingeplant sind, und die wir vor allem unseren Kunden in den meisten Fällen nicht berechnen können“, erklärt Christian Grulke, Geschäftsführer und Inhaber der Kolumbus GmbH in Dietzenbach.

Grundsätzlich war es laut Christian Grulke oft so, dass sich manche Probleme erst im Druck oder auf der Druckmaschine gezeigt haben. Das führte dann dazu, dass der Operator selbst erforschen musste, warum das Drucksystem nicht druckt. Mitunter waren die Fehler in den Druckdaten erst im fertigen Druck erkennbar, wenn dieser anders aussah, als auf dem digitalen PDF am Monitor. „Diese Produktionsprobleme sind in dem engen Zeitfenster, das wir für die meisten unserer Druckjobs haben, einfach katastrophal. Das Zeitproblem und die entstehen Kosten wollten wir unbedingt reduzieren“, erinnert sich der Geschäftsführer. Daher begab er sich auf die Suche nach einem geeigneten, vorgelagerten Prozess, der die PDF-Daten automatisch prüft und korrigiert und standardisiert zu einem der Canon Druck-Systeme schickt.

Lösung

Bis zu dem Zeitpunkt hatte man bei Kolumbus eine Lösung für die PDF-Korrekturen genutzt, die praktisch erst zum Einsatz kam, wenn das Problem schon da war. Mit dieser Lösung konnte man das ein oder andere Problem zwar händisch lösen, jedoch war dadurch nichts wirklich planbar. Ein Job konnte glatt durchlaufen oder zu stundenlangen Rechenprozessen und Stillstand führen. Für Christian Grulke musste eine bessere Lösung her. So stieß er auf die Lösung „OneVision Asura“. Mitarbeiter von ihm kannten diese Software schon aus anderen Druckereien. OneVision Asura bietet viele Workflow-Features, die auch für den Offsetdruck und etwa im Großformatdruck Anwendung finden. Doch diese umfangreichen Möglichkeiten benötigt Kolumbus nicht.

Die Anforderungen an eine solche Software-Lösung sind bei vielen Canon Digitaldruck-Anwendern identisch. Daher hat Canon zusammen mit dem Partner OneVision eine spezielle Version der OneVision Asura Suite entwickelt: Die OneVision Asura Canon Edition. Diese Version der Software enthält genau die Features, die ein Bogen-Digitaldruck-Dienstleister benötigt.

„Ich hatte mit der Lösung von OneVision schon länger geliebäugelt und mir die Canon Suite für den Bogen-Digitaldruck auf einem Canon Event im Customer Experience Center in Poing im vergangenen Jahr genauer erklären lassen“, erinnert sich Christian Grulke, „Wir haben diese auf die Canon Drucker speziell zugeschnittene Lösung Anfang dieses Jahres installiert, wurden eingewiesen, hatten eine drei bis vierwöchige Testphase und haben uns dann dafür entschieden.“

Die Lösung läuft bei Kolumbus auf einem eigenen virtuellen Server in der Vorstufe. Es werden also Hardware-Ressourcen genutzt, die bereits im Hause vorhanden waren. Die Software wurde von Canon installiert und die Operatoren wurden eingewiesen. „Das verlief alles problemlos, denn die Lösung arbeitet unter einer sehr intuitiven Oberfläche“, so Grulke.

Im Tagesgeschäft ist der Einsatz der „OneVision Asura Canon Edition“ sehr einfach, denn hier arbeitet Kolumbus mit Hotfoldern. Die von Kunden angelieferten Druckdateien werden in sogenannte Druckordner gelegt und erscheinen dann kurze Zeit später im Ausgabe-Ordner. Es sei denn, die Daten sind fehlerhaft. „Wir haben mit Canon gemeinsam unsere Anforderungen an die PDFs definiert, damit wir auf unseren imagePRESS-Systemen damit gut arbeiten können und das Maximum an Druckqualität herausholen“, erklärt Christian Grulke. Diese Programmeinstellung ist jetzt einmal gesetzt. Dazu gehört auch, dass Kolumbus ein einheitliches Farbprofil für die RIPs hinterlegt hat. Dafür nutzt man das neueste Fogra-Profil für den aktuellen Color Management Standard. So kommen die PDFs alle mit einem einheitlichen Standard aus dem RIP und erleichtern so dem Operator die Arbeit am Drucksystem, denn er muss nicht mehr eingreifen. Das war auch ein Ziel von Kolumbus: die Standardisierung der Daten, die letztendlich dann in die Produktion gehen.

Nutzen

Mit der Lösung von OneVision Asura Canon Edition verfügt Kolumbus nun über den Komfort von Hotfoldern, in die die PDFs gelegt und automatisch geprüft, beziehungsweise korrigiert werden. Im Anschluss liegen die Daten entweder im Druckordner oder im Ordner für PDFs, die nachgearbeitet werden müssen. „Diese Rückmeldung ist für uns von größtem Vorteil“, erklärt Christian Grulke, „denn nur so können wir unseren Kunden, die diese PDFs geliefert haben, rechtzeitig und verifiziert sagen, dass sie das entsprechende PDF nachbearbeiten müssten.“ Die Canon Berater haben zusammen mit Kolumbus festgelegt, wie am Ende so ein PDF ausgegeben werden soll, damit es die besten Ergebnisse auf den imagePRESS-Drucksystemen ergibt. Hier arbeitet die Software weitestgehend sämtliche Korrekturen ab, die möglich sind. „Jedoch gibt es auch Grenzen“, weiß Christian Grulke, „wenn zum Beispiel eine Schrift nicht eingebettet ist, dann kann die Software diese Schrift nicht irgendwo herzaubern, wenn sie nicht auf dem Server liegt. In diesem Fall meldet die Software, dass eine Nachbesserung erforderlich ist, und das geben wir dann an den Kunden weiter: Bitte Schrift einbetten, oder schickt uns die Schrift zu, wie auch immer.“ Eine weitere Fehlerursache, die nicht ohne weiteres gelöst werden kann, aber nach Aussage von Christian Grulke jedoch immer mal wieder vorkommt, ist eine zu geringe Bildauflösung. Hier kann das Programm das Bild nicht einfach hochrechnen, sondern man muss ein neues Bild mit höherer Auflösung einbauen. Auch hat man mitunter ein PDF mit vielen Layern und mit ganz vielen Daten, die so groß sind, dass sie den Prozess beim Drucken lähmen. „Das können wir dann rausrechnen“, freut sich Christian Grulke, der insgesamt ein positives Fazit zieht: „Für uns hat der Einsatz von OneVision Asura Canon Edition einen großen Vorteil, denn so automatisieren wir die Prüfung und Normalisierung der PDFs. Dadurch sparen wir Zeit. Diese Zeitersparnis ist der Faktor, über den wir diese Investition amortisieren, denn wie schon gesagt, konnten wir das vorher unseren Kunden nicht berechnen. Nach der Testphase gehen wir davon aus, dass das auch so ist.“

Bereits nach kürzester Zeit, in der diese Lösung bei Kolumbus im Einsatz war, verzeichnete das Unternehmen einen positiven Effekt auf die Verarbeitung verschiedenster PDFs für den Druck, weniger Maschinenstandzeiten und weniger Fehlerquellen. Sehr positiv wirkt sich diese neue Automatisierung auch auf die meist enge Terminvorgabe der Jobs aus. Hier hat man eine höhere Planungs- und Produktionssicherheit, die es so vorher nicht gab.

„Für uns hat der Einsatz von OneVision Asura Canon Edition einen großen Vorteil, denn so automatisieren wir die Prüfung und Normalisierung der PDFs. Dadurch sparen wir Zeit und Kosten“, so Christian Grulke abschließend.