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FMI fusioniert mit motio-Netzwerk


Der Verband der Scan- und Archivierungs-Branche "Fachverband für Multimediale Informationsverarbeitung e.V." (FMI) hat sich zum 1. März 2019 dem größeren Schwesterverband Wirtschaftsverband Kopie & Medientechnik e.V. (WKM/motio) angeschlossen. Zuvor hatte die FMI-Mitgliederversammlung im Januar einstimmig ein Zusammengehen mit dem WKM beschlossen.


Unter dem organisatorischen Dach des motio-Netzwerkes für Medienkommunikation arbeiten die bisherigen Mitglieder des FMI e.V. nunmehr als "FMI-Gruppe" weiter. So wird das FMI-Qualitätssiegel als Markenzeichen hoch professioneller Archivierungs-Dienstleistung erhalten und weiter ausgebaut.

Über viele Jahre hatte sich auch Lothar Walther im Rahmen der Erarbeitung des Qualitätsmanagement-Siegels hilfreich eingebracht. Auf dieser QM-Grundlage konnten dann auch die ersten Mitgliedsbetriebe zertifiziert werden. Die Bernschein Document Solution GmbH im mittelhessischen Hungen nahm diese Hürde kürzlich sogar als erste auf Basis eines ganztägigen strengen neuen Audits in ihren Firmenräumen. Das FMI-QM-Siegel wird auch künftig als anspruchsvoller Qualitätsnachweis von den FMI-Betrieben genutzt und auch weiter entwickelt.

Gründung vor 47 Jahren als Verband der Mikrofilm-Fachbetriebe (VdMF)

Am 11. Dezember 1971 gründeten in Frankfurt am Main einige Mikrofilm-Dienstleister, u.a. die Herren Hofmaier, Keller, Rick, Graf zu Solms, Carstens und Ulshöfer, ihren eigenen Branchenverband. Man entschied sich für den Namen "VdMF" (Verband der Mikrofilm-Fachbetriebe), später umbenannt in FMI (Fachverband Mikrografie und Informationsverarbeitung). Bis Beginn 2019 lautete der Name "Fachverband für multimediale Informationsverarbeitung e.V.".

Unter dem früheren Vorsitzenden Dieter Rick wurde die FMI-Geschäftsstelle seinerzeit von Eching nach Frankfurt verlegt und Rechtsanwalt Achim Carius als Nachfolger von Heinz Müller-Saala zum Geschäftsführer des FMI berufen. Beide Verbände verfügen somit seit 21 Jahren über eine gemeinsame Geschäftsstelle in Frankfurt am Main. Unter den zeitlich folgenden Vorsitzenden Dr. Andreas Jurjanz (Dresden), Andreas Bläcker (Microbox) und Günter Wittlinger (Kodak) engagierten sich die jeweiligen FMI-Vorstände ehrenamtlich für ihre Branchenkollegen. Darunter waren u.a. Dieter Ulshöfer (Friedberg), Fritz Beyer (Hamburg), Lutz Bernschein (Hungen), Thomas Rick (Düsseldorf) und Werner Schleking (Berlin).

Scannen und Digitalisieren boomt weiter

Der Mikrofilm als analoges Langzeit-Archivierungsmedium war einst das Kernthema des FMI. Heute lebt dieses noch in reduziertem Umfang in der digitalen Welt weiter fort. Teilweise nutzen immer noch Behörden und Archive den Mikrofilm als Speichermedium zur Sicherungsverfilmung. Doch heute beherrscht das Scannen und die Digitalisierung von analogen Papier-Dokumenten die Verbandsarbeit. "Aktuell boomt die Nachfrage nach professioneller Scan-Dienstleistung extrem", so motio-Geschäftsführer Achim Carius. "Die große Nachfrage wird noch einige Jahre anhalten", lautet die Prognose der FMI-Gruppe im motio-Netzwerk.

Die bisherigen FMI-Vorstandsmitglieder Günter Wittlinger (Geschäftsführer a.D. der Kodak Alaris) , Jan Soose (Geschäftsführer der bmd, Siegen) und Andreas Boenke (Geschäftsführer der Rosenberger, Bielefeld) hatten das Zusammengehen beider Verbände mit dem geschäftsführenden Vorstand des WKM/motio-Netzwerkes verhandelt. Auf den bevorstehenden motio-Netzwerktagen am 10. und 11. Mai im Dorint-Hotel Bad Neuenahr werden die FMI-Unternehmen erstmalig mit ihren WKM-Kollegen vereint in einer Organisation tagen. Der Digitaldruck einerseits und das Scannen / Digitalisieren andererseits sind von einander nicht mehr zu trennen, denn beide Dienstleistungsbereiche haben unter dem Begriff der Medienkommunikation im motio-Netzwerk ihre Branchenheimat. Der scheidende Vorsitzende Günter Wittlinger wurde dann auch für seine langjährigen Verdienste um den FMI geehrt. Er besaß als oberster Repräsentant der Kodak in Deutschland, des Marktführers von Kleinformat-Profi-Scannern, die nötige Marktkenntnis, die er in seinen Verband einbrachte.

sbr / 05.03.2019