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Herausforderungen auf dem Ausbildungsmarkt


Die Gewinnung von Nachwuchs und die Ausbildung junger Menschen stellen die ganz großen Herausforderungen der Druck- und Medienbranche in den kommenden Jahren dar, um dem wachsenden Fachkräftemangel zu begegnen. Und dies kann nur erfolgreich gelingen, wenn sowohl Berufsschulen als auch Ausbildungsbetriebe gemeinsam an einem Strang ziehen.


Das war das Fazit der Sitzung des Arbeitskreises Ausbildung des VDMB am 19.02., in der sich Ausbildungsverantwortliche aus Druckunternehmen, Vertreter der bayerischen Berufsschulen sowie von Verbänden und Institutionen zu Chancen und Herausforderungen der Ausbildung in der Druck- und Medienindustrie austauschten. Die im Vergleich zum Vorjahr wieder leicht gesunkene Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge unterstreicht den geäußerten Handlungsbedarf.

Laut einer Umfrage des bvdm konnten im vergangenen Jahr 60 Prozent der Unternehmen ihre freien Stellen nur schwer besetzen. Bei fast zwei Dritteln der Unternehmen führte das zu mehr oder weniger gravierenden Beeinträchtigungen der Geschäftstätigkeit. "Wir müssen alle viel mehr tun, um mit den Auszubildenden von heute unseren Fachkräftebedarf von morgen zu sichern. Das gilt für Unternehmen, Berufsschulen wie für Verbände", so Holger Busch, Hauptgeschäftsführer des VDMB. Deshalb wird der VDMB die Schwerpunktaktivitäten zum Thema Ausbildung weiter konsequent ausbauen. "Auch 2019 sind wir wieder bayernweit auf wichtigen Ausbildungsmessen präsent, um junge Menschen, ihre Eltern oder Lehrer über Chancen und Perspektiven einer Ausbildung in der Druckindustrie zu informieren und sie gleichfalls auf Ausbildungsangebote in ihrer Nähe hinzuweisen. Und das immer in Kooperation mit den Druckunternehmen vor Ort", so Busch weiter.

Die Ausbildung junger Menschen ist unbestreitbar das nachhaltigste Werkzeug, um dem Fachkräftemangel zu begegnen und den Unternehmenserfolg langfristig zu sichern. Sind die Auszubildenden einmal gefunden, bedürfen sie der fachspezifischen Qualifizierung. Dabei stoßen Berufsschulen wie Betriebe immer wieder an ihre Grenzen. Deswegen kommt Angeboten wie der überbetrieblichen Ausbildung (üba) des VDMB eine immer größere Bedeutung zu. "In meinem Unternehmen nutzen wir seit Jahren das Angebot der üba, denn das überzeugt uns. Wir sehen, dass die Azubis fit für die Prüfung, aber auch fit für den Einsatz im betrieblichen Alltag gemacht werden", betont Wolfgang Fischer, Ausbildungsleiter bei Flyeralarm Industrial Print GmbH und Schleunungdruck GmbH.

sbr / 04.03.2019