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Aus für 120 Arbeitsplätze


Für die in Darmstadt ansässige Druckerei apm gibt es aller Voraussicht nach keine Rettung mehr. Wie das Insolvenzgericht Darmstadt bekanntgab, hat die zuständige Insolvenzverwalterin Julia Kappel-Gnirs informiert, dass "die Insolvenzmasse zur Erfüllung der fälligen bzw. der künftig fällig werdenden sonstigen Masseverbindlichkeiten nicht ausreicht". Die verbliebenen 120 Mitarbeiter sollen in diesen Tagen ihre Kündigung erhalten. Sie wurden am Freitag bereits freigestellt.


Die apm produktions GmbH, einer Tochter der apm alpha print medien AG, hatte bereits im Juli Insolvenz angemeldet. Dass nun das endgültige Aus folge, sei vermeidbar, aber eventuell von langer Hand geplant gewesen, so heißt es jedenfalls in einer Stellungnahme der Gewerkschaft ver.di. "Wir haben seit Monaten zunehmend den Eindruck gehabt, dass die Investorensuche nur halbherzig und sehr dilettantisch betrieben wurde", sagt Verdi-Fachbereichsleiter Manfred Moos. Die Gewerkschaft wirft den Anteilseignern vor, bei der Investorensuche überhöhte Preise gefordert zu haben. Insolvenz und Schließung des Betriebs seien von langer Hand geplant gewesen, schrieb ver.di in der Mitteilung weiter. Schon im Herbst wurden über 30 Mitarbeiter entlassen.

Bild: Stadtwappen Darmstadt

sbr / 31.12.2018