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Künstliche Intelligenz hilft Druckereien


Die angespannte Situation im Papiermarkt führt bei Druckereien zu Verunsicherung bezüglich ihrer künftigen Produktionstätigkeit. Die mathematische Optimierung der Druckplanung mit sPrint One von PerfectPattern soll Druckbetrieben helfen, den Papierverbrauch deutlich zu senken.


Die Papierindustrie ist derzeit in einer schwierigen Situation. Wie der juristische Informationsdienst juve.de Anfang Februar berichtete, sind "drei Papierfabriken mit viel Tradition" in finanzielle Schwierigkeiten geraten und mussten Insolvenz anmelden. Einer der Gründe seien die gestiege­nen Zellstoffpreise, die das Geschäft belasteten. Wenngleich eines der Unternehmen die Produktion laut eigenen Angaben insolvenzbedingt Anfang April vorübergehend einstellen musste, zeichnen sich bei allen drei Firmen glücklicher­weise zumin­dest Chancen für eine Fortführung ab. Andere Papierhersteller versuchen über Preiserhöhungen, die schwierige Kostensituation im Zellstoff- und Energiebereich zu meistern.

Verunsicherung bezüglich zukünftiger Produktion

Laut dem Bundesverband Druck und Medien sorgen die erschwerten Lieferbedingungen beim Druckpapier in der Druck- und Medienbranche denn auch für eine Verunsicherung bezüglich der zukünftigen Produktionstätigkeit. Dies meldete der Verband in seinem Konjunkturtelegramm für Februar 2018.

Mathematisch optimierte Druckplanung senkt Papierverbrauch

Druckereien können durch die weitreichend automatisierte Berechnung material- und kosten­optimierter Sammel-Druckformen im Offset- und Digitaldruck enorme Einsparungen auch in Bezug auf den Papierverbrauch erzielen. Möglich werde dies mit sPrint One von PerfectPattern für die dynamische Druckplanung, so der Hersteller. Unter Einsatz leistungsfähiger mathematischer Algorithmen berechnet die im SaaS-Modell angebotene Software in Sekundenschnelle die optimalen Druckformen für ganze Job-Pools.

In einem Benchmark auf Basis eines definierten Job-Pools konnte die Flächenauslastung um 7,9 Prozent gesteigert werden. Die Papierauslastung inklusive Makulatur stieg um 13 Prozent. Die Verminderung des Papierabfalls bei Einrichtung und Beschnitt betrug jeweils bis zu 50 Prozent.

"Selbst bei großer Erfahrung in der Erstellung von Sammelformen ist dies manuell mit herkömm­lichen Verfahren kaum möglich", sagt Robert Meißner, für das Produktmanagement zuständiger Geschäftsführer bei PerfectPattern. "Meist suggerieren optisch schöne Formen, bei denen die zur Verfügung stehende Fläche optimal ausgenutzt erscheint, dass eine weitere Optimierung nicht mehr möglich ist – ein kostspieliger Trugschluss."

Neben der Verminderung des Papierverbrauchs führe der Einsatz von sPrint One auch zu deutlich kürzeren Produktionszeiten und niedrigeren Produktionskosten. Im Offsetdruck könne die Zahl der Druckplatten erheblich gesenkt werden. In der Gesamtschau zeigt sich eigenen Angaben zufolge eine überzeu­gende Optimierung der Druckproduktion, die entscheidend zur Wettbewerbsfähigkeit von Druckbetrieben beiträgt.

sbr / 11.04.2018