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Papier Plus gegründet


Neue Papier-Einkaufsgemeinschaft bündelt die Interessen 16 großer deutscher Druckereien.


Mit einer gemeinsamen Einkaufsverhandlung vereinfacht die Einkaufsgemeinschaft die Papierbeschaffung für die großen Druckereien mit mindestens 1000 t Papierbedarf pro Jahr. Durch die Komplettlösung für die wichtigen Papiersorten in allen Auflagen, Grammaturen und Zertifikaten sollen  alle Partner gemeinsam profitieren: Der Papiergroßhandel sichert sich eine hohe Tonnage über das gesamte Jahr und vereinfacht seien Vertriebsprozess; die Druckereien erzielen Erfolge im Papierpreis und nutzen die Vorteile  verbesserter Einkaufsprozesse. - Das Bild zeigt Michael Lauf, Geschäftsführer der Papier Plus GmbH (München). 


Während die meisten Druckereien die Digitalisierung in der Produktion schon umgesetzt haben, werden im Einkauf die Tagesbestellungen noch telefonisch geordert, Bestellungen werden gefaxt oder bestenfalls per E-Mail geendet. Papier Plus startet nun in Feldversuchen die digitale Preisliste und Bestellung aus den MIS-Systemen der Betriebe heraus. Für Druck und Logistik relevante Informationen werden bereits bei der Bestellung übermittelt - und z.B. auf den Palettenfahnen als Barcode maschinenlesbar ausgedruckt. Davon werden die Disponenten zeitnah über den Wareneingang informiert und können den Druckauftrag schneller freigeben.


Durch die Bündelung der Einkaufsmaßnahmen und die transparente Auswertung innerhalb der Einkaufsgemeinschaft sollen Einkaufsvorteile entstehen, die jeder Betrieb aus eigener Kraft erzielen kann: höhere Lagerdrehzahl und Steigerung des Streckenanteils. Im Jahresschnitt werden auf diese Weise Einsparungen von durchschnittlich 45.000 Euro erzielt, heißt es - ohne Kompromisse bei der Papierqualität oder den Logistik.

 

Die größte Erleichterung und Einsparung - sagen die Mitglieder - entstehe für die Auftragssachbearbeiter, die bislang Papierbestellungen "so nebenbei" gemacht haben. Durch eine eigene Best-Price-Liste sind sämtliche Papierpreise und Leistungen vorverhandelt - eine Abstimmung mit dem Papiergroßhandel, Wartezeiten auf Preisinformation und Lieferfähigkeit, fallen nicht mehr an. Auch die in nicht wenigen Druckereien ungeliebte Prüfung der Papierrechnung entfällt - das übernimmt die zentrale Rechnungskontrolle innerhalb der Einkaufsgemeinschaft. Und im Falle von Abweichungen werden die Gutschriften zentral angefordert.
 

saj / 18.05.2017