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Perfekte Plattenwechsel


Drivetronic Plate Ident für Rapidas im Halb-, Mittel- und Großformat.


An KBAs Rapida-Bogenoffsetmaschinen erfolgt der Druckplattenwechsel meist vollautomatisch mit FAPC bzw. simultan mit Drivetronic SPC. Als höchste Automatisierungsstufe gibt es an der 106er den fliegenden Jobwechsel (Flying Job-Change). Für die richtige Position und Reihenfolge der Druckplatten in der Maschine sorgt dabei Drivetronic Plate Ident. Die - wie es heißt - nur von diesem Hersteller angebotene Automatisierungsoption trägt zur weiteren Reduzierung der Rüstzeiten bei und bringt die Maschine nahezu ohne Korrekturen in die Auflagenproduktion.  


Plattenerkennung vor dem Wechsel


Die Lösung ist ein kamerabasiertes System, das die ordnungsgemäße Lage der Druckplatten während des vollautomatischen Wechsels erkennt. Die Kameras messen unter einem speziellen Licht (Bild). Mittels Messmarken auf den Platten erkennt Plate Ident, ob sich eine Druckform im Wechselschacht befindet. Falls ja, wird deren Lage in der Plattenspannschiene kontrolliert. Sind die zu wechselnden Platten exakt positioniert, erhält der automatische Wechsler eine Freigabe. Der Wechselprozess beginnt.  


Drivetronic Plate Ident war bisher nur für Maschinen der Baureihen 106, 145, 164 und Metalstar 3 mit Drivetronic SPC verfügbar. Ab sofort gibt es die Option auch für diese Baureihen mit FAPC-Plattenwechsel. Die Halbformatmaschinen 75 Pro und 76 können künftig ebenfalls mit dieser Automatisierungsfunktion für den FAPC ausgestattet werden.  

 

Automatische Korrektur 

 

Mit dem Plate Position Check, einer Zusatzfunktion von Drivetronic Plate Ident, erfolgt die automatische Korrektur der Plattenposition, noch bevor der erste Bogen bedruckt ist. Das Tool beurteilt die Position der Druckplatten zueinander und korrigiert die Plattenzylinder entsprechend. Nach dem ersten Abzug und minimalen Korrekturen beginnt meist sofort die Auflagenproduktion. 


Für Betriebe, welche die Maschine nicht erneut für Registerkorrekturen anhalten wollen, wird ein zusätzliches Qualitronic ICR empfohlen.  

 

Der Plate Position Check eignet sich vor allem für Unternehmen, in denen die Platten noch manuell gestanzt werden. Heutige CTP-Anlagen stanzen oft so genau, dass sich der Plate Position Check erübrigt, wenn alle Druckplatten eines Auftrags im gleichen CTP-System gestanzt wurden.  

 

Die richtige Platte am richtigen Ort

 

Während Voreinstelldaten eines Druckjobs wie Farbprofile, Duktordrehzahlen oder Flächendeckung aus dem PPS-System Logotronic Professional oder über Cip-Link-X an die Rapidas übertragen werden, überprüft Datamatrix Select parallel die Zugehörigkeit der Druckplatten zum jeweiligen Auftrag, Teilauftrag und Schön- und Widerdruck sowie die Übereistimmung der Platte mit der Farbe im Druckwerk. Damit schließt Datamatrix Select als weitere Zusatzfunktion von Drivetronic Plate Ident den Kreis zum durchgehenden Prozessmanagement.  

 

Das fehlerhafte Zuordnen von Platten in der Maschine wird erkannt und signalisiert. Zusätzlich verbessert sich die Möglichkeit der Nachkalkulation jedes einzelnen Druckauftrags.  

 

Der Data-Matrix-Code befindet sich zweimal auf jeder Druckplatte zwischen den Messmarken von Drivetronic Plate Ident. Nach dem Auslesen des Codes in jedem Druckwerk vergleicht Logotronic Professional bzw. Cip-Link-X die Daten mit denen aus der zentralen Datenbank. Dabei erfolgt eine Plausibilitätsprüfung des Druckauftrags zur Platte, dieser zum Druckwerk, zum Farbauszug sowie zu eventuellen Sprachversionen. Mit dem Data-Matrix- Code lässt sich jede Platte eindeutig identifizieren.  


Die Kombination aus vollautomatischem Druckplattenwechsel und dem Plattenerkennungssystem "Drivetronic Plate Ident" mit den beschriebenen Zusatzfunktionen soll bei kleiner werdenden Auflagen mit vielen Jobwechseln eine deutliche Steigerung der Produktivität ergeben. Die Reduzierung der Anlaufmakulatur erhöht die Wirtschaftlichkeit. Fehler beim Plattenwechsel seien Vergangenheit, heißt es abschließend. 

saj / 20.04.2017