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Eine Brücke in die Zukunft


H. Heenemann in Berlin druckt immer mehr Jobs digital und in kleineren Auflagen. Der Klebebinder namens Vareo als Finishing-4.0-Lösung von Müller Martini weist für beide Marktanforderungen einen Weg in die Zukunft.


Beim Traditionsunternehmen in der deutschen Hauptstadt gibt mit 85% volumenmäßig zwar immer noch Offset den Ton an. Doch die vor vier Jahren eingeläutete digitale Revolution soll bis 2020 das Verhältnis ausgleichen. Ein Blick auf die Anzahl Titel zeigt, dass Digital heute schon die Oberhand gewonnen hat. Die zielgruppenspezifischere Produktion führt zwangsläufig zu deutlich kleineren Job-Größen. Der ab Mai um einen Dreischneider "Infinitrim" ergänzte Vareo komme da wie gerufen, weil Kleinstauflagen nach einem durchgehenden Finishing-4.0-Workflow rufen. - Das Bild zeigt Geschäftsführer Dirk Hentschler, Maschinenführer Tim Fenner und Hans Thomas von Müller Martini Deutschland. 


"Die Produktion muss aus einem Guss erfolgen – zumal es unsere Stärke als Familienunternehmen ist, schnell und agil auf neue Herausforderungen zu reagieren", sagt Hentschler. Er sei froh, mit den neuen Maschinen sowohl unterschiedlich dicke Bücher in Auflage 1 als auch größere Auflagen mit hoher Qualität und Effizienz verarbeiten zu können. Auf dem neuen Klebebinder gewinnen Digital-Jobs gegenüber den Offsetaufträgen betriebsstundenmäßig zusehends die Mehrheit. "Mit dem Vareo und dem Infinitrim spielen wir die Karte 'Zukunft'."
 
Mit dem Kauf der ersten Bogen-Digitaldruckmaschine 2013 begann ein Umbruch, der zu neuen Geschäftsmodellen führte. "Wir sind heute ein Consulting-Unternehmen mit angeschlossener Druckerei", sagt der Geschäftsführer. Nicht mehr bloße Printprodukte, sondern gesamtheitliche Lösungen stünde im Kundenfokus. Dazu gehören Marketingkampagnen, IT-basierte Lösungen für Druckprodukte, Personalisierungen und ein Online-Shop, der wirtschaftliches und intelligentes Akquirieren von Aufträgen via Internet ermöglicht.

saj / 17.03.2017