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Schlüsselübergabe bei Heidelberg Schweiz


Ende Juni ist Urs Saner offiziell von der Bühne der Druckindustrie abgetreten. Mit ihm verlässt ein Charakter die Heidelberg Schweiz AG, der sich mit seinem Gespür für die Bedürfnisse der Druckereiunternehmen in der Branche grosse Wertschätzung und Respekt verschafft hat.


Dabei war Urs Saner beruflich keineswegs mit Blei und Druckerschwärze groß geworden. Als studierter Betriebswirtschafter lic.rer.pol. trat er 1992 vielmehr als Quereinsteiger in die damalige Lüscher, Leber+Cie. AG (LLCo) ein. Dort übernahm er, nach einer 16-jährigen Tätigkeit in der Funktion des Marketingberaters und Beratungsgruppenleiters Werbung bei der Kommunikationsagentur Dr. Dieter Jäggi AG in Bern, die Verantwortlichkeiten des Marketing- und Verkaufsdirektors auf der Ebene der Geschäftsleitung. Später wurde er zum stellvertretenden Geschäftsleiter und stellvertretenden Delegierten des Verwaltungsrats ernannt.

Mit Marke Heidelberg identifiziert

Seinem Naturell und beruflichen Hintergrund entsprechend blieb die Technik für Urs Saner immer das Mittel zum Zweck. Stets rückte er die Marketingfragen und betriebswirtschaftlichen Aspekte aus Sicht des jeweiligen Druckereibetriebs in den Vordergrund, wenn es galt, die richtige Lösung für einen Kunden zu finden. Umsomehr identifizierte er sich mit der Marke Heidelberg, Kunden und Lieferanten nahmen ihn schlicht als die Verkörperung der Produkte von Heidelberg wahr. Unermüdlich kämpfte er um Aufträge, konnte Erfolge feiern, blieb fair in den Niederlagen.

Strukturwandel und technische Innovation

Urs Saner fühlte sich in seinem 20 Jahre dauernden Wirken von der Dynamik, welcher die Druckindustrie ausgesetzt ist, angetrieben. Er erlebte die tiefgreifenden Strukturänderungen der Branche, die Höhenflüge und Tiefs der Weltkonjunktur. Er setzte sich mit dem rasanten technischen Fortschritt auseinander, der von den ehemals hauptsächlich mechanisch bedienten Maschinen zu hochkomplexen, mit Elektronik vollgestopften Hochleistungssystemen, vom ehemals mehrheitlich monochromen Druck zu den überlangen Perfektoren mit zwölf und mehr Farb- und Lackierwerken führte.

Der wohl grössten Aufgabe stellte sich Urs Saner im November 2000, als die Heidelberger Druckmaschinen AG die ehemalige LLCo in die Konzernstrukturen einverleibte. Dass die von der Branche zuerst mit viel Argwohn verfolgte Integration eines aus familiären Strukturen gewachsenen Handelshauses in den Weltkonzern erfolgreich verlief, war zu einem guten Teil Urs Saners Verdienst.

Michael Knörle übernimmt

Der Schlüssel ist übergeben. Mit Michael Knörle tritt ein Vertreter der jungen Generation das Erbe von Urs Saner an. Während seiner siebenjährigen Tätigkeit als Account Manager in der Ostschweiz hat der gelernte Drucktechnologe mit einer Weiterbildung in Betriebswirtschaft dank seiner offenen Art und dem kompetenten, lösungsorientierten Auftreten das Vertrauen der Kunden gewonnen. Die Kontinuität bleibt gesichert. In Michael Knörle hat die Heidelberg Schweiz AG für Urs Saner einen würdigen Nachfolger gefunden.

atz / 07/03/2012

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