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Gedruckte Elektronik: Auszeichnung für Studierende der HDM


Für ein gedrucktes digitales Whiteboard haben Studierende der Stuttgarter Hochschule der Medien (HDM) bei einem internationalen Wettbewerb der Organic and Printed Electronics Association (OE-A) den ersten Preis erhalten. Sie wurden am 20. Juni in München für ihre Projektarbeit ausgezeichnet.


Bei dem Wettbewerb "Competition for Multifunctional Demonstrators Based on Organic and Printed Electronics" ging es darum, Demonstratoren zu bauen, die auf organischer oder gedruckter Elektronik basieren. Diese mussten aus dem Inhalt einer Toolbox hergestellt werden, in der sich 22 Elemente, wie etwa organische Leuchtdioden oder verschiedene leitfähige, aber auch isolierende und verdruckbare Materialien befanden. Die Toolbox wurde von der OE-A bereit gestellt. Die Wettbewerbsaufgabe bestand darin, anhand der Demonstratoren die zukunftsweisende Anwendung der Elemente zu charakterisieren.

Die Studierenden der HDM haben ein digitales Whiteboard konstruiert, eine elektronische Tafel, die an einen Computer angeschlossen werden kann. Zwei Versionen haben sie für den Wettbewerb eingereicht: ein transparentes Modell, das sich auch für Touchscreens anbietet, und ein nicht transparentes. Damit konnten die Stuttgarter bei der Jury punkten und sich gegen internationale Konkurrenz durchsetzen: Die Hochschule der Medien wurde als "Best University Demonstrator" ausgezeichnet. "Ziel des HDM-Projektes war es, die technischen Möglichkeiten des funktionalen Drucks aufzuzeigen und zu testen", erklärt der Projektbetreuer Prof. Dr. Erich Steiner. "Über die Auszeichnung freuen wir uns sehr", so Steiner.

An dem Wettbewerb, der junge Ingenieure und Wissenschaftler bei ihrer Entwicklung zukunftsfähiger Anwendungen auf Basis organischer oder gedruckter Elektronik unterstützen will, konnten sich Mitgliedshochschulen und Mitgliedsunternehmen der OE-A beteiligen. Die Arbeiten der acht HDM-Studenten aus den Studiengängen Druck- und Medientechnologie sowie Print & Publishing entstanden in den Veranstaltung "Projekte Print" sowie "Projektpraktikum".

Der Wettbewerb der OE-A umfasste insgesamt vier Kategorien. Neben dem "Best University Demonstrator", den "Best Freestyle Demonstrator", den "Best Publicly Funded Project Demonstrator" und das "Best Design". Alle eingereichten Arbeiten konnten während der Messe Lope-C im Demo Center der OE-A bewundert werden. An der Lope-C, der Leitmesse für organische und gedruckte Elektronik, waren vom 19. bis zum 21. Juni insgesamt 100 Aussteller aus 17 Ländern beteiligt.

In der OE-A arbeiten etwa 200 Mitglieder aus der ganzen Welt zusammen, um eine wettbewerbsfähige Infrastruktur für die Produktion von organischer und gedruckter Elektronik voranzubringen. Organische und gedruckte Elektronik steht für eine neue Art von Elektronik – dünn, leicht, flexibel und günstig zu produzieren. Dies ermöglicht neue Anwendungen.
 

atz / 06/28/2012

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