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Druckbranche steigert Produktivität und Investitionsvolumen


Die Frühjahrsprognose von Pier18 für das Druckgewerbe zeigt für 2012 nur einen leichten Umsatzrückgang von 1 bis 2 Prozent. In den verschiedenen Marktsegmenten entwickeln sich die Umsätze jedoch sehr unterschiedlich. Für den Zeitraum von 2009 bis 2011 weist der Branchenreport hier jedoch deutliche Produktivitätssteigerungen aus.


"Unsere Analyse der Umsatzentwicklung bei den 590 Betrieben des Druckgewerbes mit mehr als 50 Beschäftigten zeigt in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres mit 0,4 Prozent zunächst eine Stabilisierung der Umsätze im Vergleich zum ersten Quartal 2011", so Christoph Näpelt, Geschäftsführer der Unternehmensberatung Pier18 in Hamburg. "Dabei muss jedoch beachtet werden, dass die Umsätze im Zeitungsdruck um 11 Prozent zulegten. In der Druckweiterverarbeitung gingen gleichzeitig die Umsätze um 13,8 Prozent zurück. Auch im Marktsegment Druck gingen die Umsätze leicht um 0,6 Prozent, in der Druck- und Medienvorstufe um 0,3 Prozent zurück."

Insgesamt rechnet das auf Druck und Medien spezialisierte Beratungsunternehmen aus Hamburg für 2012 mit einem Umsatzminus im Druckgewerbe von nominal 1 bis 2 Prozent. Die Entwicklung im ersten Quartal 2012 setzt damit den Trend der letzten Jahre fort. So ging im Zeitraum 2009 bis 2011 die Anzahl der Betriebe im Druckgewerbe um 10 Prozent zurück, die Umsätze blieben jedoch mit 13,06 Mrd. Euro stabil. Somit stiegen die Umsätze je Betrieb um 11 Prozent auf 22 Mio. Euro. Insbesondere im Marktsegment der Druck- und Medienvorstufe stieg diese Kennzahl um 23,6 Prozent auf 11,7 Mio. Euro an. Dieser Konzentrationsprozess wurde in der Druckvorstufe durch den Rückgang der Betriebe um 18 Prozent bei gleichzeitigem Umsatzzuwachs von 2 Prozent verursacht.

Weiterhin kann für den Zeitraum seit Beginn der Wirtschafts- und Finanzkrise eine deutliche Produktivitätssteigerung dokumentiert werden. So wuchs der Umsatz je Beschäftigten in der Druckbranche seit 2009 um 8,3 Prozent von 160000 Euro auf 173000 Euro. Im Marktsegment Druck stieg der Pro-Kopf-Umsatz um 9,6 Prozent auf 191000 Euro, in der Druck- und Medienvorstufe sogar um 10,7 Prozent auf 109000 Euro. Der Report weist für die Erzeugerpreise für grafische Papiere nach der deutlichen Zunahme in 2011 im ersten Quartal 2012 mit 3 Prozent einen Rückgang aus. Die Preise für
Druckfarben und gewerblichen Strom steigen jedoch weiterhin an.

"Da die Erzeugerpreise für den Druck von Zeitschriften, Verkaufskatalogen und Werbedrucken im ersten Quartal 2012 unverändert blieben, bleibt der Margendruck und damit die Notwendigkeit zu weiteren Produktivitätssteigerungen maßgeblich für die Ertragssituation in 2012," so Christoph Näpelt. Bei den Investitionen rechnet das Beratungsunternehmen mit einer Zunahme gegenüber dem Vorjahr von rund 100 Mio. auf 750 bis 780 Mio. Euro. Die Anzahl der Insolvenzen wird gegenüber dem Vorjahr leicht ansteigen, bleibt aber deutlich unter dem Wert von 2009.

Der Branchenreport kann über die Homepage von Pier18 - www.pier18.de - oder per E-Mail - info@pier18.de - kostenlos bestellt werden.

atz / 31.05.2012